Lichtfest 2011
Lichtfest 2011 | Foto: LTM GmbH
Lichtfest 2011 - Projektion Fassade Oper | Foto: LTM GmbH
Lichtfest 2011 - Marek Prawda (Botschafter der Republik Polen) und Burkhard Jung (Oberbürgermeister der Stadt Leipzig) | Foto: LTM GmbH

Es ist ein alljährliches, starkes Zeichen aus Leipzig: Am 9. Oktober lädt das Lichtfest zum Erinnern an den Herbst '89 ein und Zehntausende kommen auf den Augustusplatz. Im Jahr 2011 schlug das Kunst- und Bürgerprojekt erstmals eine Brücke innerhalb von Europa. Leipzig, Stadt der Friedlichen Revolution, und Danzig, u. a. Geburtsort der großen Bürgerbewegung Solidarnosc, setzten sich gemeinsam mit Themen wie Freiheit und bürgerschaftlichem Engagement auseinander. Beide Städte stehen für weitreichende Veränderungen in Europa und 2011 jährte sich die Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags zum 20. Mal.

Kunst verbindet

Am 9. Oktober verschmelzten in beiden Städten akustische und visuelle Effekte zu einer stimmungsvollen Gesamtdramaturgie. In der Polnischen Ostsee Philharmonie Danzig fand am Abend ein Sonderkonzert anlässlich des Jahrestages der Friedlichen Revolution statt. Das Orchester spielte unter der Leitung von Jürgen Wolf, Kantor der Nikolaikirche Leipzig und musikalischer Leiter des Lichtfests. Auf dem Programm standen Werke polnischer und deutscher Komponisten. Zeitgleich war in Leipzig, entsprechend dem historischen Hintergrund, der Augustusplatz wieder der Aktionsraum. Dort erlebten die Teilnehmer eine Videoperformance als Großprojektion auf die Fassade der Oper Leipzig. Der künstlerische Leiter des Lichtfestes Jürgen Meier verband darin historische Bezüge aus Danzig und Leipzig mit aktuellen Blickwinkeln und bettete diese in Live-Schaltungen vom Konzert aus Danzig ein. Die Konzertbesucher in Danzig wiederum erhielten via Live-Übertragung Eindrücke der Veranstaltung in Leipzig.

Auch in 2011 bildeten die Besucher auf dem Augustusplatz eine leuchtende „´89“.

Weitere Informationen

Hier finden Sie außerdem ein Video zum Lichtfest 2011 mit Ausschnitten aus der Videoperformance sowie Eindrücken der Teilnehmer.