Konferenzen und Preisverleihungen

8. Oktober
14–18 Uhr I 19–21 Uhr
Universität Leipzig

Einigkeit und Recht und Freiheit in Europa – Voraussetzungen und Erbeder politischen Umwälzungen von 1989

Das Jahr 1989 brachte einen radikalen politischen Umbruch, nicht zuletzt für die Menschen in Ostmitteleuropa. Nach und nach brachen die kommunistischen Regime im Machtbereich der Sowjetunion zusammen. Verantwortlich dafür waren vor allem die Freiheitsbewegungen in Ländern wie Polen, Ungarn, der Tschechoslowakei und der DDR, außerdem die Entspannungspolitik und die Politik der Stärke der US-amerikanischen Reagan- Regierung. Der Umbruch war Ausdruck des Freiheitsdrangs der Menschen in Ostmitteleuropa. Zwar hat auch der materielle Erfolg des Westens eine Rolle bei der Erosion der wirtschaftlich rückständigen „Volksdemokratien“ gespielt, doch das Streben nach einem besseren Leben in materieller Hinsicht lässt sich nicht vom Wunsch nach persönlicher und politischer Freiheit trennen. Die Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. stellt die Freiheitsbewegungen in den Ostblockstaaten in den Mittelpunkt ihrer international besetzten Tagung am Vorabend des 9. Oktober 2019. Zeitzeugen und Wissenschaftler diskutieren über die Frage, welchen Beitrag die Freiheitsbewegungen der 1980er Jahre zum Zusammenbruch der kommunistischen Regime geleistet haben, was die Motive und Ziele dieser Bewegungen waren und welche Bedeutung die damaligen Ereignisse für die Europäische Union der Gegenwart haben. Auf einer Abendveranstaltung im Paulinum wird der ehemalige österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel zum Thema sprechen.
Die Teilnahme ist nur nach Voranmeldung unter www.kas.de/einigkeit-recht-freiheit-europa möglich.

8. Oktober
Mediencampus Villa Ida

Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien

Das Recht auf freie Meinungsäußerung und die ungehinderte Informationsbeschaffung durch eine freie unabhängige Presse waren zentrale Forderungen der Leipziger Montagsdemonstrationen. Dieses mutige Eintreten für Presse- und Medienfreiheit im Herbst ’89 würdigt seit 2001 ein Preis, der diese Forderung als immerwährenden Auftrag begreift. Initiiert und gestiftet von der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig gilt der „Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien“ nicht dem journalistischen Bravourstück oder einem einzelnen exzellenten Beitrag. Geehrt werden vielmehr Journalisten, Verleger, Publizisten und Institutionen, die sich mit Risikobereitschaft, hohem persönlichem Engagement, mit Beharrlichkeit, Mut und demokratischer Überzeugung für die Sicherung und Entwicklung der Pressefreiheit einsetzen, denn diese ist nicht nur in autoritären Staaten bedroht. Zum Machtinstrumentarium der Herrschenden gehören in vielen Ländern unlautere Mediengesetze, Druck auf Journalisten und Verleger, Bevormundung von Funk und Fernsehen und staatliche Zensur. Daneben gefährden ökonomische Konzentrationsprozesse und Selbstzensur die Meinungsvielfalt und stehen einer unabhängigen Berichterstattung entgegen. „Im Geschichtsbuch der Freiheit hat auch Leipzig ein Kapitel geschrieben. Und das ist es, was mich auf diesen Preis besonders stolz macht“, sagte 2004 Preisträger James Nachtwey, ein Kriegsfotograf. Zu den weiteren Preisträgern zählen u. a. Seymour Hersh, Renate Flottau, Kurt Westergaard, Roberto Saviano, Can Dündar und Erdem Gül, Deniz Yücel und die ermordete russische Journalistin Anna Politkowskaja. Den Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien 2019 erhalten der österreichische TV-Journalist Armin Wolf sowie die deutschen Journalisten Arndt Ginzel und Gerald Gerber.
Die Teilnahme an der Preisverleihung ist nur mit Einladung möglich.
Weitere Informationen unter www.leipziger-medienstiftung.de

2. November

Filmpreis „Leipziger Ring“

Die Stiftung Friedliche Revolution verleiht in Zusammenarbeit mit DOK Leipzig zum neunten Mal den Filmpreis „Leipziger Ring“. Mit dem Preis wird ein Dokumentarfi lm ausgezeichnet, der das bürgerschaftliche Engagement von Menschen in aller Welt und ihr gewaltloses Ringen um Demokratie, Menschenrechte und die Partizipation an gesellschaftlichen Prozessen beispielhaft dokumentiert. Der Preis kann ebenso Filmemacherinnen und Filmemacher würdigen, die ihren Film mutig und unter großem persönlichem Einsatz gegen alle Widerstände und alle Einschränkungen der Presse- und Meinungsfreiheit realisiert haben. Der Preis ist auch 2019 mit 2.500 Euro dotiert und wird im Rahmen der Preisverleihung des DOK-Festivals gemeinsam mit den anderen Auszeichnungen überreicht. Wie schon in den Vorjahren erfolgt die Ermittlung des Gewinnerfi lms durch das Festivalpublikum.