Lichtraeume 2019

Lichtraum 1

„Wir sind das Volk!“ – „Offen für alle“

Mittwoch, 4. September
Eröffnung: 19 Uhr | in der Nikolaikirche

Begrüßung: Pfarrer Bernhard Stief

Zeugnisse der Betroffenheit
Annegret Janssen, Jugendparlament Leipzig; Raged Abo Khadoor, Schülerin; Ines Maria Köllner, Zeitzeugin, Gisela Kallenbach, Zeitzeugin; Sophia Tabea Salzberger, fridaysforfuture.de; Willi Volks, Zeitzeuge, Falk Elstermann, Redaktion Musik Gwen Kyrg, vocal; Alex Pehlemann, electronica; Simone Weißenfels, piano; Maria Wolfsberger, organ, chromatic harmonica; darktonemedia aka Julian, sampling Licht und Chromotopia

Victoria Coeln stellt das Konzept der Lichtinterventionen und Lichträume vor und beantwortet Fragen der Gäste.

Öffnungzeiten der Nikolaikirche:
Montag bis Samstag 10–18 Uhr / Sonntag 10–16 Uhr
Ausnahme: Während der Gottesdienste, Andachten und Veranstaltungen sind Besichtigungen nicht möglich.
Sonderöffnungszeiten (4.9.–30.9.2019) an allen Montagen im September von 18–20 Uhr

Projektpartner:
Nikolaikirche Leipzig und ihre Gemeinde Zeitzeug*innen und Jugendvertretungen

Die Nikolaikirche
Bereits in den frühen 1980er Jahren entwickelte sich die Offene Kirche aus der Friedensdekade und den Friedensgebeten. Im Herbst ’89 war sie Ausgangspunkt der Montagsdemonstrationen. In der Südkapelle der Nikolaikirche informiert eine Dauerausstellung über diese Ereignisse.

Sichtbarkeit des Lichtraums
4.9.– 9.10.2019 Lichtraum 1 ist ab Eröffnung bis zum Lichtfest durchgehend sichtbar. Je nach Tageszeit ergeben sich so wechselnde Lichtstimmungen im Innenraum der Kirche.

 

 

Lichtraum 2

„Wir wollen raus! – Wir bleiben hier!“

Montag, 9. September
Eröffnung: 20 Uhr | Nikolaikirchhof, rund um die Nikolaikirche

Posaunenchöre – Vielfalt der Stimmen
Viele unterschiedliche Gruppierungen und Initiativen haben den Herbst ’89 geprägt. Bei den Friedensgebeten in der Nikolaikirche waren nicht nur kirchliche Gruppen aktiv, sondern alle, die auf Veränderung hofften: Oppositionelle, Umweltaktivist*innen, Ausreisewillige, Friedensgruppen, Intellektuelle, Künstler*innen und einfach mit der Situation Unzufriedene. Für die Vielfalt dieser Motivationen steht eine Vielfalt an Posaunenchören und musikalischen Themen, vom Segenslied über die Europahymne, hin zu einem israelischen Friedenslied und Popsongs. Ähnlich wie bei einem Flashmob spielen Bläsergruppen „ihre“ Musik, zuerst nacheinander, dann nebeneinander und schließlich „übereinander“. Der Hörer bekommt von allen Seiten überlagernde Impulse, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Ein babylonisches Durcheinander, das sich – wie die Friedliche Revolution insgesamt – doch zu einem kraftvollen Miteinander entwickelt.

Konzept und künstlerische Leitung:
David Timm, Universitätsmusikdirektor Jörg-Michael Schlegel, Landesposaunenwart Mitwirkende: Zahlreiche Posaunenchöre aus Leipzig und Umgebung

Projektpartner:
Sächsische Posaunenmission e. V., Dresden Universitätsmusik, Leipzig

Sichtbarkeit des Lichtraums 9.9.–9.10.2019
Täglich von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang.

 

 

Lichtraum 3

„Schließt euch an!“

Montag, 16. September
Eröffnung: 20 Uhr | Park am Schwanenteich hinter der Oper

Der Lichtraum 3 grenzt direkt an das Opernhaus Leipzig an – Heimstatt für das Ballett der Oper Leipzig. In diesem Lichtraum steht daher das Tänzerische im Mittelpunkt. Und dies gleich zweifach: Sowohl das Ensemble der Gerda-Taro-Schule Leipzig als auch das Leipziger Ballett performen im Licht.

Sommer ’89 – ein Tanzstück
Als Intro thematisiert Sommer ’89 den Spannungsbogen vor dem historischen Hintergrund der Wendezeit 1989/90 und den aktuellen Flüchtlingsdebatten seit 2015. In der Choreographie werden Gründe zur Flucht ebenso hinterfragt wie Staatengebilde und deren Außenpolitik. – Was ist Freiheit? Warum gibt es Grenzen? Und was sind ihre Konsequenzen? Beim Wettbewerb „Schule tanzt 2019“ in Dresden gewannen die 60 Schüler*innen der Gerda-Taro-Schule mit diesem Stück den 3. Platz.

Konzept: Mathias Buckl, Konzept und Leitung

Mitwirkende: 60 Schüler*innen der Gerda-Taro-Schule

Musik (Auszüge): Marius Müller-Westernhagen Freiheit, Black Violin Stereotypes, Kettcar Sommer ’89, DOTA Grenzen

Schließt euch an!
Mit „Schließt euch an“ zeigt Choreograf Mario Schröder eine tänzerische Struktur, die es ermöglicht, auf künstlerischer Ebene ein Bewusstsein für öffentliche Orte als politische Räume zu schaffen. Die Kunstform Tanz wird zum Mittel der Kommunikation: um Austauschprozesse anzuregen und Erinnerung an den Orten erfahrbar machen, an denen frühere Generation diese Erinnerungen gelebt haben.

Das Leipziger Ballett entsteht als Gemeinschaft aus einer Gruppe von vierzig Tänzerinnen und Tänzern aus mehr als zwanzig Nationen. Die Verantwortung einer internationalen Gemeinschaft, in der unterschiedlichste Lebenswege aufeinandertreffen, liegt darin Verständnis, Offenheit und Toleranz zu leben. Mario Schröder zeigt die Spannungsfelder von internationalen und intergenerationellen Lebensgeschichten und überlegt an welchen Momenten sich diese kreuzen. Momente, an denen Erinnerung und Erfahrung übertragbar und erfahrbar werden und sich Blickwinkel auf die Welt vergleichbar machen. Am Schwanenteich wird der Tanz zum Vermittler für demokratische Werte.

Konzept: Mario Schröder, Ballettdirektor und Chefchoreograf des Leipziger Balletts

Mitwirkende: Tänzerinnen und Tänzer des Leipziger Balletts Musik: ortsspezifische Soundscape

Projektpartner: Gerda-Taro-Schule, Gymnasium der Stadt Leipzig Oper Leipzig / Leipziger Ballett

Sichtbarkeit des Lichtraums 16.9.–9.10.2019
Täglich von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang.

 

 

Lichtraum 4

„Keine Gewalt !“

Montag, 23. September
Eröffnung: 20 Uhr | Park und Innenhof der ehemaligen Stasi-Zentrale, Treffpunkt „Runde Ecke“/Dittrichring

Die Losung der Friedlichen Revolution „Keine Gewalt“ verdeutlicht den zentralen Moment der Gewaltlosigkeit, der 1989 in Leipzig an der „Runden Ecke“ wie an keinem anderen Ort der Montagsdemonstrationen deutlich wurde. Hier bestand Montag für Montag die reale Gefahr, dass sich der Zorn der Bürger auf das SED-Regime in einem gewaltsamen Sturm auf die Leipziger Stasi-Zentrale Bahn bricht. Um dies zu verhindern, bildeten Demonstranten Menschenketten mit „Keine Gewalt“-Schärpen und entzündeten tausende von Kerzen vor dem Gebäudekomplex. „Keine Gewalt“ ist eine der zentralen Forderungen der Friedlichen Revolution, die als universelle Botschaft bis heute und auch in Zukunft für die Lösung politischer und gesellschaftlicher Konflikt unverändert Bedeutung hat.

Prolog
Statement des Demokratieworkshops von Schüler*innen der Leipzig International School in Kooperation mit dem Schulmuseum

Macht. Worte! – Der Freedom Slam
Was bringt Mauern zu Fall? – Die Freiheit, zu sagen, was man denkt. Und Freiheit zu tun, was man sagt. 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution feiert die Generation Y mit ihrem Poetry Slam jenes zentrale Recht, das damals erobert und heute verteidigt werden muss: Meinungsfreiheit. Gegen Unterdrückung. Gegen Lüge. Gegen Hass. Das Europäisches Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (ECPMF) und Livelyrix laden zu einem Experiment ein: Vier profilierte Slammerinnen und Slammer treten in einem Battle der Poesie gegeneinander an und transformieren das Vermächtnis von 1989 in den Alltag von 2019. Der Freedom Slam – unter freiem Himmel. Die Jury ist das Publikum. Es bestimmt durch den Applaus Siegerin oder Sieger. Der beste Text wird gewinnen – und weiter durch das Jubiläumsjahr hallen.

Mitwirkende: Bonny Lycen, Skog Ogvann, Malte Rosskopf und Franziska Wilhelm (Moderation: Rainer Holl)

Projektpartner: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, Europäisches Zentrum für Presse- und Medienfreiheit Leipzig, Leipzig International School, Livelyrix e. V. Leipzig, Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig, Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig (BStU) Nacht der offenen Tür (18 –23 Uhr) In der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, im Schulmuseum und im Stasi-Unterlagen-Archiv

Angebot
Archivrundgänge, Antragstellung auf Einsicht in die Stasi-Akten , Führungen und ein Rundgang durch unzugängliche Räume der ehemaligen Stasi-Zentrale, Aufnahmen der Demonstrationen vom 7. und 9. Oktober aufgezeichent 1989 vom „Zentralen Operativen Fernsehen“ des DDR-Innenministeriums.

Sichtbarkeit des Lichtraums 23.9.–9.10.2019
Täglich von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang.

 

 

Lichtraum 5

„Jetzt oder nie – Demokratie !“

Montag, 30. September
Eröffnung: 20 Uhr | Goerdeler Denkmal am Neuen Rathaus

Intro
Das Jugendparlament Leipzig performt ein klares, aktuelles Statement zu Jetzt oder nie – Demokratie!

Wahrheit oder Pflicht
Freitagabend, Party Time – und plötzlich reden wir über die DDR?
Es sollte eine Überraschungsparty werden. Das Abitur ist bestanden. Die Sommernacht ist herrlich warm. Genügend Gründe, ausgelassen zu feiern! Zum letzten Mal trifft sich die Klasse, denn schon bald werden sie sich in alle Winde zerstreuen. Plötzlich taucht eine Flaschenpost auf. Keine Schatzkarte, kein Liebesbrief, sondern ein Zeitdokument aus der ehemaligen DDR. Von diesem Moment an nimmt die Party einen anderen Verlauf ... – 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution ist vielen Jugendlichen dieses einschneidende Ereignis im Wesentlichen nur aus dem Geschichtsunterricht bekannt. Was hat es bedeutet, als junger Mensch in der DDR zu leben? Was passierte mit Menschen, die sich nicht unterordneten sondern ihre eigene Meinung äußerten?
Für junge Menschen einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft sind das Überlegungen aus einer anderen Zeit. Dennoch: Auch heute finden sich in unserer Gesellschaft Machtmissbrauch, Manipulation und Ungerechtigkeit.
Nur – heute können wir politisch und gesellschaftlich aktiv werden! Diese gesellschaftspolitischen Fragen stellt der Jugendchor der Oper mit der szenischen Choreographie Wahrheit oder Pflicht.

Musikalische Leitung: Maria Hinze, Sophie Bauer

Inszenierung / Musik / Text: Maria Hinze, Sophie Bauer, Jugendchor der Oper Leipzig

Choreographie: Undine Werchau

Sprecherziehung: Katharina Nürnberger

Kostüme: Clara Leithold

Besetzung: Jugendchor der Oper Leipzig, Thomas Dehler (Sprecher), Maria Hinze (keyb), Jacob Müller (b), Hannes Malkowski (dr)

Projektpartner: Jugendparlament Leipzig, Jugendchor der Oper Leipzig

Sichtbarkeit des Lichtraums 30.9.–9.10.2019
Täglich von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang.

 

 

Lichtraum 6

„Für ein offenes Land mit freien Menschen !“

Montag, 7. Oktober
Eröffnung: 20 Uhr | neben S-Bahn-Station Wilhelm-Leuschner-Platz, später im angrenzenden Schillerpark (Lenné-Anlage)

Freiheit – Mut – Selbstermächtigung
Kurztexte aus der Tschechoslowakei, Polen, der DDR und anderen Staaten, die hinter dem „Eisernen Vorhang“ lagen.
Viele Menschen in Europa lebten bis zum Herbst 1989 hinter dem „Eisernen Vorhang“, einem Teil der Welt, der als sozialistisch galt. Trotz des utopischen Versprechens der Machthabenden war diese Staatsform nicht der „Himmel auf Erden“, sondern für viele ihrer Bürgerinnen und Bürger das krasse Gegenteil. Doch was störte die Menschen? Was fehlte ihnen, wo doch immerhin (die meisten) sichere Arbeit hatten / materiell abgesichert waren? Was bewegte sie, unter Losungen wie „Für ein offenes Land mit freien Menschen!“ auf die Straße zu gehen, ihre Wünsche / Sehnsüchte zu artikulieren, und sich damit gegen die Regierenden zu stellen?
Die Kraft des Lichts steht hier der Macht des Wortes gegenüber. Eine Textcollage – teilweise verbreitet über Sticker – wird diesen Lichtraum füllen, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen kommen zu Wort, in Dialog und Widerstreit mit 30 Jahren Vergangenheit und unserer Gegenwart. Mit einem musikalischen Beitrag von Liedermacher Stephan Krawczyk.

Projektpartner: Polnisches Institut Berlin – Filiale Leipzig (Bernd Karwen) Stadtgeschichtliches Museum Leipzig (Johanna Sänger) Archiv Bürgerbewegung Leipzig e. V. (Uwe Schwabe, Michael Wildt)

Wildwechsel im Park
Stadtparks sind tagsüber öffentliche Orte der Erholung. Sobald es dunkel wird, können sie sich wandeln. Der Park wird zum Ort der Heimlichkeit, der Schutz bietet vor ungebetenen Blicken und Begegnungen mit den Ordnungsorganen. Gesetze geben die Rahmenbedingungen für unser Leben vor, bilden aber nicht die soziale Realität ab. In Deutschland spricht sich zwar die große Mehrheit der Menschen für die völlige Gleichberechtigung homosexueller Menschen aus, doch einander in der Öffentlichkeit küssende Frauen oder Männer werden von vielen Menschen als unangenehme Störung empfunden. In der DDR war Homosexualität unter Erwachsenen seit 1968 zwar nicht mehr strafbar aber dennoch nicht toleriert. Was passierte in den damaligen Nächten im Schillerpark? Was hat ein Park, einst und jetzt, mit der Suche nach persönlicher Freiheit und gesellschaftlicher Gleichberechtigung zu tun? Diese Diskrepanz nimmt die Performance mit Musik und Text in den Blick.

Regie / Konzeption: Christian Hanisch
Dramaturgie / Recherche: Christoph Awe
Schauspiel / Live-Musik: Karoline Günst, Alexander Fabisch, Victoria Schätzle
Live-Musik: Gabriel Jagieniak

Sichtbarkeit des Lichtraums 30.9.–9.10.2019
Täglich von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang.

 

 

Lichtfest Leipzig

Herbst ’89 – Aufbruch zur Demokratie

Mittwoch, 9. Oktober 2019
Entlang des gesamten Leipziger Innenstadtrings

Eröffnung: 19 Uhr | Augustusplatz

Begrüßung durch den Oberbürgermeister der Stadt Leipzig und Grußworte der internationalen Ehrengäste

Als Abschluss und zugleich Höhepunkt wird der gesamte Innenstadtring zum Lichtweg, zum Lichtring. Zusätzlich zu den bereits entstandenen Lichträumen wird an diesem Tag die historische Demonstrationsstrecke mit Licht gestaltet. Dafür verwendet Victoria Coeln eine ausdrucksstarke, vielfältige Bildsprache. Bild- und Videomaterial überlagern Fassaden und Räume vielschichtig. An ausgewählten Standorten ergänzen Klangcollagen den visuellen Ansatz. In ausgewählten Lichträumen sind zwischen 20 und 22 Uhr kurze Sequenzen der bei den Eröffnungen gezeigten Aufführungen zu sehen. Ein wesentlicher Teil der Gestaltung des Lichtrings bilden Verknüpfungen von Räumen und Orten. Das geschieht durch die Projektion eines Raumes auf einen anderen. So wird nun u. a. die Leipziger „Ohrenburg“ (Stasi- Zentrale) vom Rasterraum der Nikolaikirche überschrieben. Im Vorfeld bereiste Victoria Coeln dafür Orte der Repression und des Widerstands in Leipzig, Halle, Bitterfeld-Wolfen, Bautzen, Torgau und Marienborn. Entlang des Lichtrings verweben sich so nicht nur die Herbst ’89 – Aufbruch zur Demokratie Orte miteinander, sondern auch Erinnerungen, Erfahrungen und Empfindungen.
Auf dem Augustusplatz spielen am 9. Oktober natürlich die Kerzen eine zentrale Rolle: Die Besucherinnen und Besucher werden mit über 25.000 Lichtern gemeinsam den Schriftzug „LEIPZIG 89“ zum Leuchten bringen.
Coelns Lichtsprache konzentriert sich auf vier wesentliche Elemente: Raster, Lichtlinien, Farbflächen sowie Licht- und Schattenprojektionen von Leipziger Bürger*innen. Raster werden vorab in / auf thematisch relevante Gebäude projiziert, fotografiert, auf Glas übertragen und wieder in den Stadtraum projiziert. Sie greifen die Orte von ’89 auf. Lichtlinien werden präzise in Parks, in Fassaden und in den Stadtraum eingepasst. Sie verweisen auf die zahllosen unsichtbaren Spuren, die von tausenden Demonstrierenden durch die Stadt gezogen wurden. Farbflächen spiegeln die Multichromazität und Vielfalt jeder Gesellschaft wider. Die im Lichtstudio vorab projizierten und gefilmten Schatten der Leipziger*innen mischen sich mit den neuen flüchtigen, polychromen Schatten der Besucher*innen des Lichtfestes.