Rundgaenge und Ausstellungen 2019

2. September bis 31. Dezember
Volkshochschule Leipzig

Alltägliches aus 1989

Die Ausstellung „Alltägliches aus 1989“ entstand im Rahmen des Projektes „Mutter sorg’ dich nicht. Hier ist alles in Ordnung.“ des Soziokulturellen Zentrums Frauenkultur Leipzig. Das Projekt reflektiert weibliche Sichtweisen des Herbst 1989 – ein Zeitpunkt, zu dem heute vor allem meist Männer gehört und zitiert werden, obwohl die Frauen ebenbürtig an den Umbruchsprozessen beteiligt waren. Frauen aus verschiedenen Berufen und Generationen wurden zu alltäglichen Erlebnissen in dieser Zeit befragt. Aus offenen berührenden Interviews entstanden authentische Porträts, die spannendeAlltagsgeschichten erzählen. Zudem sind dokumentarische Fotografien der bekannten Leipziger Fotografin Sigrid Schmidt aus 1989 und 2009 zu sehen.

11. September bis 17. November
Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Haus Böttchergäßchen

Charta 77 Story. Kunst und Protestbewegung

Mit eindrucksvollen Fotos, Dokumenten, Samizdat, Kunstwerken und Filmausschnitten erinnert die Ausstellung an die bewegende Atmosphäre in der ČSSR zwischen 1977 und dem Übergang zur Demokratie in der Samtenen Revolution 1989. Sie stellt die kreativeewegung anhand der Geschichte ihrer wichtigsten Unterzeichner vor, wie des Dichters Ivan Martin „Magor“ Jirous, des Dramatikers Václav Havel oder des Philosophen Jan Patočka. Für die Bürgerrechtsbewegung in der DDR war die Charta 77 eine „Quelle der Inspiration und Ermutigung“.
Öffentliche Führungen: 18.9., 2.10. und 24.10., jeweils 17 Uhr. Kuratorenführung: 11.9., 17 Uhr.
Alle Infos unter www.stadtmuseum-leipzig.de
Veranstalter: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Eine Ausstellung der Tschechischen Nationalgalerie Prag in Kooperation mit der Mährischen Landesbibliothek Brünn und dem Archiv Bürgerbewegung Leipzig. Gefördert von dem Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Eintritt: kostenpflichtig, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei freier Eintritt an jedem 1. Mittwoch im Monat sowie anlässlich des Jubiläums vom 2. bis 9. Oktober

16. September bis 20. Dezember
Berlitz Center Leipzig

„Orte der Friedlichen Revolution“

Mit der zweisprachigen Präsentation „Orte der Friedlichen Revolution“ können sich sowohl deutsch- als auch englischsprechende Besucher über die jüngste Geschichte und die Demokratieentwicklung in Deutschland informieren. Die revolutionären Ereignisse von 1989/90 sind ein Beispiel dafür,wie sich Bürger friedlich und erstmals erfolgreich gegen eine Diktatur gewandt haben, um Freiheit und demokratische Grundrechte zurückzuerlangen. Einzel- und Gruppenbesucher können sich nach vorheriger Anmeldung die Ausstellung zu den Öffnungszeiten ansehen.
Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ in Kooperation mit dem Berlitz Center Leipzig | Eintritt frei

ab 19. September
Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Altes Rathaus

„Umbruch-Stücke“ und „Wende-Momente“

Was haben die Leipziger Bürgerinnen und Bürger wirklich in Erinnerung, wenn sie an die Friedliche Revolution vom Herbst ’89 denken? Welche Dinge haben sie in diesen turbulenten Wochen begleitet, welche ganz individuellen Momente ihr Bild von Umbruch und Neubeginn geprägt? Das Stadtgeschichtliche Museum zeigt in einer Bürgerausstellung zur 30-jährigen Wiederkehr der Friedlichen Revolution ’89 „Umbruch-Stücke“ und „Wende-Momente“ und gibt damit der Erinnerung der Leipzigerinnen und Leipziger eine Stimme. Vom selbstgemalten Plakat bis zum wärmenden Kleidungsstück bei Demonstrationen und Sitzblockaden, vom ersten Westmitbringsel bis zum letzten Lohnzettel des Volkseigenen Betriebes: Das Stadtgeschichtliche Museum sammelt private Stücke, die in der Ausstellung zu sehen sein werden. Werden auch Sie Teil der Bürgerausstellung und erzählen Sie uns mit einem Objekt oder Ihren Worten Ihre ganz persönliche Geschichte zu dieser Zeit unter stadtmuseum@leipzig.de, Stichwort „Friedliche Revolution“.
Veranstalter: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig | Eintritt: kostenpfl ichtig, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei | freier Eintritt an jedem 1. Mittwoch im Monat

19. September bis 9. Oktober
Promenaden im Hauptbahnhof Leipzig

„Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“

Der Leipziger Hauptbahnhof ist einer der neuralgischen Punkte der Friedlichen Revolution: Dort standen am entscheidenden Abend des 9. Oktober 1989 – als noch unklar war, ob die Revolution blutig oder friedlich verlaufen würde – die Sicherheitskräfte bereit, um den Demonstrationszug aufzulösen. Doch angesichts der Übermacht von weit über 70 000 friedlichen Demonstranten musste die Leipziger SED-Führung auf Vorschlag des Volkspolizeichefs den Befehl zum Rückzug geben. Die Ausstellung zeigt, wie sich der politische Widerstand gegen das SED-Regime und der damit einhergehende demokratische Aufbruch in Leipzig entwickelt haben. Der chronologische Aufbau verdeutlicht zudem, wie aus den Protesten Einzelner eine Massenbewegung entstand, die die SED-Diktatur in der DDR zum Einsturz brachte und den Weg zur Wiedervereinigung Deutschlands ebnete. Vertiefende Informationen erhalten Besucher in der gleichnamigen Dauerausstellung der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“.
Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ in Kooperation mit den Promenaden Hauptbahnhof Leipzig | Eintritt frei

bis 29. September 2019
Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig (BStU)

Der Weg zur Deutschen Einheit

Sommer 1989. Zehntausende fordern in der DDR ihre Ausreise oder suchen über Ungarn sowie die Botschaften der Bundesrepublik in den Ostblockstaaten einen Weg in den Westen. Zugleich formiert sich in der DDR die Opposition. Im Herbst 1989 schreiben die Ostdeutschen Weltgeschichte, als sie mit ihrer Friedlichen Revolution die hochgerüstete kommunistische Diktatur binnen weniger Wochen überwinden. Der Mauerfall rückt die Wiedervereinigung auf die Tagesordnung der deutschen und internationalen Politik. Im März 1990 geben die ersten freien Volkskammerwahlen einer Großen Koalition das Mandat, mit der Bundesrepublik die rasche Wiedervereinigung auszuhandeln. Doch in Fragen, die Deutschland als Ganzes betreff en, haben die vier Siegermächte des Zweiten Weltkriegs seit 1945 das letzte Wort. Es ist die Stunde der Diplomatie. Im Rahmen der „Zwei-plus-Vier-Gespräche“ gelingt es, die Zustimmung der Sowjetunion, Frankreichs und Großbritanniens zur Wiedervereinigung zu erhalten, die vonden USA seit dem Mauerfall unterstützt wurde. In der Nacht zum 3. Oktober 1990 enden vier Jahrzehnte deutsche Teilung. Eine Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Auswärtigen Amtes. Veranstalter: Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig (BStU) | Eintritt frei

2. Oktober bis 31. Januar
Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig (BStU)

An den Pontischen Hängen von Lebus. Intermediales Ausstellungs- und Zeitzeugenprojekt

Die Ausstellung von Edith Tar und Radjo Monk stellt die Dramatik der Ereignisse im Herbst 89 zwischen Gefangensein und kollektivem Ausbruch dar. Die Implosion des DDR-Staates wird durch eine Membran individueller Erfahrungen für die Besucherinnen und Besucher medienästhetisch
und anspruchsvoll dargestellt.
Veranstalter: Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig (BStU) I Eintritt frei

2. Oktober bis 13. Oktober
Galerie KUB

Sounds of ’89. Ein Klangkalender

Arrangiert als mehrmedialer Jahresdurchlauf in einer Ereigniskette, die quer durch den damaligen Ostblock und das sondersozialistische Jugoslawien ausgesuchte Momente zwischen Pop-Kultur und Politik verknüpft, stellt die Ausstellung eine Kooperation von Zonic-Herausgeber Alexander Pehlemann als Kurator und Projektleiter mit dem Künstler und Ex-Galeristen Carsten Busse dar, die zudem auf vorherigen Projekten „Warschauer Punk Pakt“ und „Post´68“ basiert, mit denen die sub- und gegenkulturell bespielten Spannungsfelder vor dem revolutionären Umbruch 1989 erkundet wurden.
Veranstalter: naTo e.V. und Zonic | Eintritt frei

8. Oktober bis 27. November
Soziokulturelles Zentrum Frauenkultur Leipzig

Frauen ’89 und Künstlerinnen 2019

Was Frauen 1989 gesagt, gedacht und geschrieben haben, ist im öffentlichen Bewusstsein wenig verankert. Dies werde den Frauen nicht gerecht, zumal sich für viele damalige Aussagen aktuelle Bezüge fänden, erklärt das Soziokulturelle Zentrum Frauenkultur und zeigt zum 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution die Werke eines bildkünstlerischen Wettbewerbs.1989er-Original-Zitate von Frauen werden dazu ins Heute geholt und wiederum von Frauen in Kunst „verwoben“.
Veranstalter: Soziokulturelles Zentrum Frauenkultur Leipzig | Eintritt frei

9. Oktober bis 31. Oktober
Gebäudekomplex der früheren Stasi-Bezirksverwaltung Leipzig

Losungen der Friedlichen Revolution

Für den Erhalt der mit der Friedlichen Revolution errungenen Werte – Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit – müssen wir uns auch heute immer wieder einsetzen. Um diese wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und sie im öffentlichen Stadtraum bewusster wahrzunehmen, werden Losungen von Transparenten aus dem ereignisreichen Jahr 1989 am Gebäudekomplex der früheren Stasi-Bezirksverwaltung zu sehen sein. Forderungen wie „Krumme Ecke – Schreckenshaus. Wann wird ein Museum draus?“ erfüllten sich recht schnell, andere erst Monate später.
Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ | Eintritt frei

bis 31. Oktober 2019
Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig (BStU)

Die DDR – Zwischen Repression und Widerspruch. Die Friedliche Revolution 1989

Die Ausstellung zeigt, wie und warum sich 1989 die politische Lage zuspitzte, wie erste Massenproteste zustande kamen, sich ausbreiteten und schließlich zum Zusammenbruch der DDR führten. Auf 13 Tafeln werden die Meilensteine des turbulenten Umbruchs vorgestellt: angefangen mit den Montagsdemonstrationen, über die ersten Parteigründungen, die Runden Tische, den Mauerfall, die Besetzung der Stasi-Zentralen bis hin zur Deutschen Einheit. Eine Ausstellung des Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Veranstalter: Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig (BStU) | Eintritt frei

bis 3. November
Museum der bildenden Künste Leipzig

Point of No Return. Wende und Umbruch in der ostdeutschen Kunst

30 Jahre nach „1989“ ist es Zeit, aus der Perspektive der bildenden Künste auf die Friedliche Revolution in der DDR sowie den gesellschaftlichen Umbruch in Ostdeutschland zu blicken. „Point of No Return“ zeigt auf zirka 1 500 Quadratmetern mehr als 300 Werke aller Gattungen von 106 KünstlerInnen. Gerade Leipzig, als der symbolische Hauptort der Friedlichen Revolution, ist prädestiniert für die deutschlandweit erste große Exposition zu diesem Thema, die als wichtigste Ausstellung im 30. Jubiläumsjahr der Friedlichen Revolution gelten kann.
Veranstalter: Museum der bildenden Künste Leipzig
Eintritt: kostenpflichtig, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei freier Eintritt an jedem 1. Mittwoch im Monat

bis 31. Dezember 2019
Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig (BStU)

Überwachen. Verängstigen. Verfolgen. Stasi – Die Geheimpolizei der DDR

„Genossen, wir müssen alles wissen“: So lautete das Motto, das der Minister für Staatssicherheit, Erich Mielke, seinen Mitarbeitern vorgab. Mit diesem Wissen sollten sie die „Feinde“ der SED aufdecken und unschädlich machen, um die Herrschaft der SED in der DDR sicherzustellen. Zur Erfüllung dieses Auftrages verfügte das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) über weitreichende Befugnisse: Es war gleichzeitig innenpolitische Geheimpolizei, Ermittlungsbehörde und Auslandsnachrichtendienst. Im Jahr 1989 waren rund 91 000 hauptamtliche Mitarbeiter für die Stasi tätig. Sie wurden durch ein Netz von etwa 189 000 inoffiziellen Mitarbeitern (IM) verstärkt. Die IM lieferten umfangreiche Informationen aus allen Bereichen des Lebens. Die Ausstellung des BStU vermittelt wichtige Grundkenntnisse über die Tätigkeit des MfS. Anhand von fünf Themenbereichen – Jugend, Reisen, Kultur, Kirche und Sport – zeigt sie, wie die Stasi den Alltag der Bevölkerung überwachte und kontrollierte. Ausgewählte Einzelschicksale verdeutlichen, was „Bearbeitung“ durch die Stasi für die betroffenen Menschen bedeutete. Eine Ausstellung des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR.
Veranstalter: Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig (BStU) I Eintritt frei

Dauerausstellungen

Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“

„Gwangju 1980“: Fotoausstellung zur Demokratiebewegung in Südkorea

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die koreanische Halbinsel durch die Siegermächte – die USA und die Sowjetunion – in Nord und Süd geteilt. Als im Oktober 1979 der damalige Präsident Park Chung-Hee nach 18-jähriger Militärherrschaft durch einen Mann seines eigenen Geheimdienstes erschossen wurde, hoffte die Bevölkerung auf eine Demokratisierung des Landes. Zwei Monate später, im Dezember 1979, putsche sich General Chun Doo-Hwan an die Macht. Südkorea stand nun erneut unter der Herrschaft einer Militärregierung. Es kam landesweit zu Massenunruhen und Protesten, die am 18. Mai 1980 gewaltsam niedergeschlagen wurden. In der Folge kam es zu zahllosen Verhaftungen und Ermordungen. Der Aufstand von Gwangju 1980 wird heute als Meilenstein für die Demokratiebewegung Südkoreas gefeiert. Die Ausstellung zeigt ehemals verbotene Fotos des Aufstandes, die Journalisten und Zivilisten unter Lebensgefahr aufgenommen haben. Die Bilder gehören seit 2011 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ in Kooperation mit dem Korea Verband e.V. (Berlin) | Eintritt frei

Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“

Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution

Die Ausstellung „Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“ erzählt vom friedlichen Umbruch 1989/90. Flugblätter, Fotos, Plakate, Filmaufnahmen und Dokumente sowie Objekte zeichnen die Aktionen des politischen Widerstandes in Leipzig sowie die Ereignisse seit dem Herbst 1988 nach, die zur Friedlichen Revolution und zur deutschen Wiedervereinigung in einem vereinten Europa führten. Auch wird ein Blick auf ost-mitteleuropäische Nachbarn und deren Engagement für Freiheit und Demokratie geworfen. Am 3. Oktober werden kombinierte Führungen unter dem Titel „Von der Stasi-Repression zur Deutschen Einheit“ zuerst durch die Ausstellung „Stasi – Macht und Banalität“ und im Anschluss durch die Ausstellung „Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“ angeboten.
Führungen ganzjährig freitags und samstags | jeweils 16:30 Uhr sowie am 9. Oktober | 13 Uhr | am 3. Oktober als kombinierte Führung 10 Uhr, 12 Uhr, 14 Uhr, 16 Uhr
Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ Eintritt frei | Führungen kostenpflichtig

Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“

Stasi – Macht und Banalität

In der „Runden Ecke“ kann Zeitgeschichte am Originalort erlebt werden: Hier befand sich die Bezirksverwaltung der Staatssicherheit. Am 4. Dezember 1989 besetzten engagierte Bürger das Gebäude. Seit August 1990 informiert die Dauerausstellung in den original erhaltenen Büros der ehemaligen Stasi-Offiziere anhand einer Vielzahl einmaliger Objekte, Fotos und Dokumente über Geschichte, Struktur und Arbeitsweise der berüchtigten Geheimpolizei der SED. Am 3. Oktober werden kombinierte Führungen zuerst durch die Ausstellung „Stasi – Macht und Banalität“ und im Anschluss durch die Ausstellung „Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“ angeboten.
Führungen täglich 15 Uhr sowie am 3. Oktober als kombinierte Führung 10 / 12 / 14 und 16 Uhr
Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ Eintritt frei | Führungen kostenpflichtig

Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig

Schule in Leipzig in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts

Zwei Diktaturen und ihre Einflüsse auf Leipziger Schulen stehen sich in Ausstellungen gegenüber. Drei historische Brüche 1933, 1945 und 1989 verursachten jeweils neue politische Rahmenbedingungen, Lehrpläne und Erziehungsziele. Welche Prägungen, welche Freund- und Feindbilder, welche Erziehungsmethoden wurden trotz jugendlicher Proteste über mehrere Generationen fortgeführt? Welche Erkenntnisse lassen sich heute daraus gewinnen? Umfangreiche schriftliche Quellen und Zeitzeugenberichte laden ein, sich daraus ein eigenes Urteil zu bilden.
Veranstalter: Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig | Eintritt frei

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Altes Rathaus

MODERNE ZEITEN. Von der Industrialisierung bis zur Gegenwart

Die Ausstellung „Moderne Zeiten“ erzählt 200 Jahre Stadtgeschichte, von der Revolution 1848/49 über die Friedliche Revolution 1989 bis zur Gegenwart. Der Ausstellungsteil „1989 bis heute“ zeigt Leipzig als Ausgangspunkt der Friedlichen Revolution und der bahnbrechenden Ereignisse im Herbst ’89.
Veranstalter: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig | Eintritt: kostenpflichtig, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei | freier Eintritt an jedem 1. Mittwoch im Monat sowie anlässlich des Jubiläums vom 2. bis 9. Oktober

Zeitgeschichtliches Forum Leipzig

Unsere Geschichte. Diktatur und Demokratie nach 1945

Die 2018 erneuerte Dauerausstellung beginnt mit der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, zeigt das Leben in der DDR und führt Besucher bis in die Gegenwart der Bundesrepublik. Einen Schwerpunkt bilden die revolutionären Umwälzungen in der DDR und in Osteuropa, ebenso wie ihre Auswirkungen auf Europa und die Weltpolitik. 2 000 Objekte, Fotos und Filme veranschaulichen die Geschichte des geteilten Deutschlands und die Zeit nach der Wiedervereinigung.
Veranstalter: Zeitgeschichtliches Forum Leipzig | Eintritt frei

Stadtrundgänge
ganzjährig samstags | 14 Uhr
8.9. + 9.10. | 11 Uhr sowie 3.10. | 11/14 Uhr
Hauptportal Nikolaikirche

Auf den Spuren der Friedlichen Revolution

Der Rundgang beginnt am Nikolaikirchhof, wo schon im Frühjahr ’89 der Ruf nach Freiheit laut wurde. Von dort führt er über den Augustusplatz zu markanten Punkten der Leipziger Innenstadt, an denen die historische Entwicklung des Jahres 1989 aufgezeigt wird. Die Besucher durch- und erlaufen sich damit die Chronik des Herbstes ’89, erleben, wie sich Leipzig seitdem entwickelt hat und erfahren die Bedeutung der Friedlichen Revolution für den heutigen demokratischen Rechtsstaat.
Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ Führungen kostenpflichtig

ganzjährig dienstags | 16 Uhr
8. September | 11–16 Uhr
Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“

„Stasi intern“ – Hinter den Kulissen der „Runden Ecke“

Das ehemalige Stasi-Areal hinter der „Runden Ecke“ birgt noch heute viele original erhaltene Räumlichkeiten. Bei der Führung „Stasi intern. Rundgang durch die ehemalige Zentrale des MfS“ können diese vom Keller bis zum Boden besichtigt werden. Dazu gehören die verbunkerten Schutzräume im zweiten Kellergeschoss für den Kriegsfall, der Wartebereich der Stasi-eigenen Poliklinik oder die Kegelbahn des MfS. Auch Überbleibsel der einstigen Aktenvernichtung können entdeckt werden. Der Rundgang ist auch für jene Interessant, die sich für die anstehende Neugestaltung des Areals interessieren, das zu einem „Forum für Freiheit und Bürgerrechte“ weiterentwickelt werden soll.
Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
Führungen kostenpflichtig

19. August bis 15. November
wochentags nach Vereinbarung
Nikolaikirchhof

„Auf Fritzis Spuren“

Unterwegs mit dem Buch „Fritzi war dabei“ von Hanna Schott auf den Spuren der Friedlichen Revolution. Aus Sicht einer Neunjährigen wird darin detailreich und spannend der Herbst 1989 mit allen seinen großen Ereignissen beschrieben. Der Stadtgrundgang für Kinder von 8 bis 12 Jahren, Familien und Schulklassen (max. 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer) greift diese Erzählung auf und führt zu historischen Orten des Geschehens. Dauer ca. 1 Stunde. Gefördert durch den Sächsischen Landtag. Anmeldung unter info@stiftung-fr.de bzw. Tel.: 0341 983 860. Veranstalter: Stiftung Friedliche Revolution | kostenfrei