Weitere Veranstaltungen 2019

4.9. Mittwoch | 19 Uhr Nikolaikirche
Eröffnung Lichtraum 1 

4.9. Mittwoch | 19 Uhr Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
„Heute vor 30 Jahren“: Erstes Friedensgebet und Montagsdemo nach der Sommerpause 1989 Vortrag, Film und Zeitzeugengespräch Wegen der Leipziger Herbstmesse gehen die Sicherheitskräfte am 4. September 1989 nicht gewaltsam gegen die inzwischen tausenden Demonstranten vor. An den folgenden Montagen aber werden auf dem Nikolaikirchhof 120 Personen festgenommen. Zahlreiche Oppositionelle erhalten mehrmonatige Haftstrafen, was zu DDR-weiten Solidaritätsaktionen führt. Die Veranstaltungsreihe „Heute vor 30 Jahren: Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“ widmet sich herausragenden Ereignissen des politischen Protestes 1989, die zur Friedlichen Revolution, zum Sturz der SED-Diktatur und zu einem demokratischen Neuanfang führten. Nach einem Vortrag und der Vorführung dokumentarischer Filmaufnahmen kommen Zeitzeugen über das damalige Geschehen und dessen Bedeutung für die heutige Gesellschaft miteinander und mit dem Publikum ins Gespräch.
Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
Eintritt frei

5.9. Donnerstag | 17 Uhr Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig (BStU)
Jugend im Herbst ’89 Lesung und Podiumsgespräch Was ist aus dem Geist der Revolution und unseren Träumen geworden? Die Lesung aus Stasi-Akten zeigt die unerbittliche Verfolgung der Punk-Band „Wutanfall“ durch das MfS. Heute stehen die jungen Leute von damals mit beiden Beinen im Leben: Bernd Stracke (spielte in der Band „Wutanfall“), Michael Fischer-Art (Leipziger Popart-Künstler), Perdita Suarez (Pfarrerin) und Ulrike Birkner-Kettenacker (die als Pfarrerin 1989 die DDR-Botschaft in London auflöste). Sie alle engagierten sich zu DDR-Zeiten in der Jungen Gemeinde. Im Podiumsgespräch mit Moderatorin Dr. Eva-Maria Zehrer (SLpB) gehen sie der Frage nach, was aus den Sehnsüchten von damals geworden ist.
Veranstalter: Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig (BStU), Sächsische Landeszentrale für politische Bildung I Eintritt frei

5.9. Donnerstag | 19 Uhr Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
„Der Turm“ Film Der zweiteilige Fernsehfilm „Der Turm“ (2012) von Regisseur Christian Schwochow zeigt das Leben der Familie Hoffmann zwischen 1982 und 1989. Im Villenviertel Dresdens lebend haben sie sich im bildungsbürgerlichen Milieu eingerichtet. Vater Richard ist erfolgreicher Chirurg und hofft Klinikchef zu werden, doch eine jahrelange Affäre mit seiner Sekretärin, mit der er ein Kind hat, wird ihm dabei zum Verhängnis. Es macht ihn für die Stasi erpressbar. Ehefrau und Sohn Christian ahnen nichts von Richards Doppelleben. Auch Sohn Christian steht unter Druck – beruflich und privat, denn er verliebt sich in eine Schriftstellerin, die die Vorgaben der Kulturbürokratie nicht beachten will. Der Film zeigt verschiedene Milieus der DDR und deren Zusammenhänge wie der Jugendbewegung, des Bildungs- und Gesundheitswesens, aber auch der Nachbarschaft und Familie. Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ Eintritt frei

6.9. bis 9.10.: täglich | 10–22 Uhr | Sa / So 14–22 Uhr FREI_RAUM Wilhelm-Leuschner-Platz
FREI_RAUM für Demokratie und Dialog 2019 Kino, Kultur und Dialog Mit Blick auf die Friedliche Revolution und die emanzipatorischen Leistungen der Jahre 1989/90 öffnet auf dem zentralen Wilhelm-Leuschner-Platz ein temporärer Veranstaltungsraum, um den Dialog unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen und Perspektiven sowie Toleranz und Verständnis zu fördern. Präsentiert werden Filme, Hörspiele und Konzerte, Theater und Workshops, Ausstellungen, Podiumsdiskussionen, Lesungen und Schulprogramme, darunter preisgekrönte Beiträge aus dem von der Stadt Leipzig geförderten Ideenwettbewerb der Freien Szene Leipzig anlässlich des Jubiläums „30 Jahre Friedliche Revolution“ für das Lichtfest Leipzig 2019 von Sandra Schubert und Carsten Möller. Das Projekt FREI_RAUM wird durch den Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer gefördert.
Veranstalter: Stiftung Friedliche Revolution | Eintritt frei

6.9. Freitag | 18 Uhr FREI_RAUM Wilhelm-Leuschner-Platz
„Republik Europa – Visionen im Kontext der europäischen Freiheitsrevolutionen von 1989“ Eröffnungsabend mit Podiumsdiskussion und Musik
Veranstalter: Stiftung Friedliche Revolution | Eintritt frei

8.9. Sonntag + 28.9. + 29.9. + 26.10. + 27.10. Museum im Stasi-Bunker Machern
Die ehemalige Stasi-Ausweichführungsstelle Führungen In dem 1969 bis 1972 erbauten Bunker hätte der Chef der Leipziger Stasizentrale, der „Runden Ecke“, im Ernstfall zusammen mit 100 Offizieren seine Tätigkeit fortgesetzt. Auch hätte er dazu gedient, sämtliche Aktionen zur Niederschlagung einer Volkserhebung zu koordinieren. Dafür war alles vorhanden: Luftfilter, Notstromaggregate, Krankenstation, Nachrichtentechnik, Schlafräume, Küche usw. Erst im Dezember 1989 wurde der geheime Bunker entdeckt, als im Zuge der Besetzung der Leipziger Stasi-Zentrale bekannt wurde, dass die Stasi nicht nur die öffentlich bekannten Kreisdienststellen und Bezirksverwaltungen unterhielt. Heute können Besucher an jedem letzten Wochenende im Monat das über fünf Hektar große, denkmalgeschützte Gesamtgelände mit allen erhaltenen Bauten und Anlagen sowie das komplette Bunkerinnere besichtigen. Führungen finden am 8. September zwischen 10 und 16 Uhr statt sowie am 28. und 29. September bzw. 26. und 27. Oktober zwischen 13 und 16 Uhr.
Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
Eintritt frei | Führungen kostenpflichtig

8.9. Sonntag | 11–16 Uhr Ehemalige zentrale Hinrichtungsstätte der DDR
Todesstrafe in der DDR – Hinrichtungen in Leipzig Führungen Gegen welches System die Menschen im Herbst 1989 auf die Straße gegangen sind, wird auch an der ehemaligen zentralen Hinrichtungsstätte der DDR deutlich, die sich ab 1960 in Leipzig befand. Nachweislich 64 Menschen wurden dort unter strengster Geheimhaltung hingerichtet und ihre Leichen anonym auf dem Leipziger Südfriedhof verbrannt. Interessierte können die original erhaltene Hinrichtungsstätte besichtigen und mehr zum Themenbereich „Todesstrafe in der DDR – Hinrichtungen in Leipzig“ erfahren.
Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
Führungen kostenpflichtig

8.9. Sonntag | 17 Uhr Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ [entfällt]
Chancen und Herausforderungen historischer Orte Podiumsgespräch Repressionsorte sind keine schönen Orte, aber notwendig, um Geschichte bewusster wahrzunehmen, mit Emotionalität und Authentizität zu verbinden. Die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ arbeitet an verschiedenen solcher authentischen Erinnerungsorte. Welche Chancen, aber auch Herausforderungen dies hat, debattieren am Tag des offenen Denkmals Gäste aus Politik, Kultur und Wissenschaft. Die Ausstellungen in der „Runden Ecke“ werden in original erhaltenen Arbeitsräumen der Staatssicherheit präsentiert. In der Debatte soll es auch darum gehen, wie dies in der Zukunft entwickelt werden kann. Zwischen 11 und 16 Uhr werden Rundgänge durch die Leipziger Stasi-Zentrale angeboten.
Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
Eintritt frei
Das Podiumsgespräch am 8. September 2019 um 17 Uhr in der Gedenkstätte Museum in der "Runden Ecke" entfällt. 

9.9. Montag | 20 Uhr Nikolaikirchhof
Eröffnung Lichtraum 2 

10.9. Dienstag | 18 Uhr Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Altes Rathaus
Charta 77 Story. Kunst und Protestbewegung Ausstellungseröffnung Das Verbot der Underground-Band „The Plastic People of the Universe” in der kommunistischen Tschechoslowakei am 1. Januar 1977 war für Oppositionelle, ehemalige Reformkommunisten, Intellektuelle, Dissidenten und Bürgerrechtler Anlass für die Veröffentlichung der Petition „Charta 77“. Mit ihrer beharrlichen Kritik an Missständen und ihren künstlerischen Aktionen prägte die informelle Bürgerinitiative „Charta 77“ auch die Opposition in der DDR. Unterstützer fand sie auch in der Friedens- und Menschenrechtsbewegung in der BRD und anderen westlichen Ländern. Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung lädt das Museum zur Führung durch die Ausstellung im Haus Böttchergäßchen. Veranstalter: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig | Eintritt frei

11.9. Mittwoch | 20 Uhr FREI_RAUM Wilhelm-Leuschner-Platz
Jaroslav Hutka Konzert Ein Abend mit dem tschechischen Liedermacher Jaroslav Hutka, Prag, Dissident und Unterzeichner der Charta 77, 1989 Sänger der „Samtenen Revolution“. Der FREI_RAUM für Demokratie und Dialog 2019 wird durch den Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer gefördert. Veranstalter: Stiftung Friedliche Revolution | Eintritt frei

15.9. bis 9.10.: 14–18 Uhr | FREI_RAUM Wilhelm-Leuschner-Platz
Geschichte aus dem Interim Video-Screenings Jane Wegewitz und Matthias Zielfeld laden an vier Samstagen im September Passantinnen und Passanten auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz ein, aus ihrer Geschichte des Wendejahrs 1989 zu erzählen, aus einer Zeit des „nicht mehr“ und „noch nicht“. Die Interviews werden mit der Kamera aufgezeichnet und Teil einer geloopten Videoinstallation, die auf der Innen- und Außenleinwand des FREI_RAUM zu sehen sein wird und von immer neuen Erinnerungsstücken gespeist wird. Die Stadt Leipzig unterstützt dieses Projekt im Rahmen des Förderprogramms „Bürgerschaftliches Engagement“ anlässlich des 30. Jahrestages der Friedlichen Revolution 9. Oktober 2019.
Veranstalter: Jane Wegewitz, Matthias Zielfeld, FREI_RAUM / Stiftung Friedliche Revolution | Eintritt frei

16.9. Montag | 20 Uhr Schwanenteich hinter der Oper
Eröffnung Lichtraum 3 

19.9. Donnerstag | 17 Uhr Promenaden Hauptbahnhof Leipzig
„Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“ Ausstellungseröffnung Am einem der zentralen Schauplätze der Friedlichen Revolution von 1989 eröffnen ECE-Center-Manager Thomas Oehme und Tobias Hollitzer, Leiter der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, die Wanderausstellung „Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“ in den Promenaden im Hauptbahnhof.
Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, Promenaden Hauptbahnhof Leipzig | Eintritt frei

19.9. Donnerstag | 19 Uhr Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
„Und wo warst Du? 30 Jahre Mauerfall“ Buchpräsentation und Gespräch Wie kein anderes Ereignis hat der Mauerfall die deutsche Nachkriegsgeschichte verändert und geprägt. Wie haben die Menschen diesseits und jenseits der Mauer den 9.11.1989 erlebt? Welche Träume und welche Ängste haben sie damit verbunden? Und was ist aus ihnen geworden? Die Herausgeberin Freya Klier stellte 23 Autoren die Frage: „Und wo warst Du, als die Mauer fiel?“ Anhand von Erinnerungen und Erlebnissen analysiert sie die historischen Ereignisse vor 30 Jahren, beschreibt, wie der Fall der Mauer in die Gegenwart hineinwirkt und wie die Ereignisse aus heutiger Perspektive zu bewerten sind. Veranstaltung mit Freya Klier und den Zeitzeuginnen Brigitte Dienst und Birgit Siegmann. Musik: Stephan Krawczyk. Gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Veranstalter: Zeitgeschichtliches Forum Leipzig | Eintritt frei

23.9. Montag | 18–23 Uhr Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
Nacht der offenen Tür zur Lichtraum-Eröffnung Das Museum in den original erhaltenen Räumlichkeiten der ehemaligen Bezirksverwaltung der Staatssicherheit öffnet seine Ausstellungen „Stasi – Macht und Banalität“ und „Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“, damit Besucher an einem der neuralgischen Punkte der Montagsdemonstrationen von 1989 mehr über Repressionen und Überwindung der SED-Diktatur erfahren können.
Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
Eintritt frei

23.9. Montag | 20 Uhr „Runde Ecke“ / Dittrichring
Eröffnung Lichtraum 4 

23.9. Montag | 18–23 Uhr Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig (BStU)
Nacht der offenen Tür zur Lichtraum-Eröffnung Anlässlich der Eröffnung des Lichtraums „Runde Ecke – Keine Gewalt!“ öffnet das Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig das Haus für Besucherinnen und Besucher. Was sagen die Akten zum Herbst 1989? Erfahren Sie, wie die Bürgerinnen und Bürger die DDR-Diktatur friedlich besiegten. Veranstalter: Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig (BStU) I Eintritt frei

23.9. Montag | 18–23 Uhr Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig
Nacht der offenen Tür zur Lichtraum-Eröffnung Das Schulmuseum öffnet anlässlich der Eröffnung des Lichtraums „Runde Ecke – Keine Gewalt!“ seine Türen und lädt zu einer Entdeckungsreise durch die Leipziger Bildungsgeschichte ein. Das Schulmuseum ist ein Ort, an dem erfahren werden kann, wie Schule und Erziehung sein können – unter den Bedingungen des Obrigkeitsstaats, der Diktatur und der demokratischen Öffnung sei es nach 1918, nach 1989 oder heute. Entdecken Sie an diesem besonderen Abend die Ausstellungen zur Schule in der SED-Diktatur und erleben sie filmische Zeugnisse des demokratischen Aufbruchs nach 1989.
Veranstalter: Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig | Eintritt frei

23.9. Montag | 19 Uhr Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
Liedermacher und DDR-Bürgerrechtler Stephan Krawczyk Konzert mit Lesung Das eigens zur Eröffnung des Lichtraums „Runde Ecke – Keine Gewalt!“ organisierte Konzert will an eine zentrale Losung der Friedlichen Revolution erinnern. 1989 gingen hunderttausende Menschen in der DDR gegen die gewaltbereite kommunistische Diktatur auf die Straße und erkämpften einen demokratischen Rechtsstaat auch im Osten Deutschlands. Ihr Ruf „Keine Gewalt“ ging im Herbst 1989 um die Welt und symbolisiert bis heute den Wunsch nach Freiheit und Demokratie. In seinem Programm erzählt und singt Liedermacher Stephan Krawczyk über seine Erfahrung mit der totalitären SEDDiktatur aber auch über die Bedeutung von „Keine Gewalt“ für die heutigen politischen Auseinandersetzungen. Wegen systemkritischer Aussagen wurde der Künstler jahrelang von der Stasi beobachtet, bis er schließlich verhaftet und ausgebürgert wurde. Das Ende der DDR erlebte er in West-Berlin.
Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
Eintritt frei

24.9. Dienstag | 18 Uhr | Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Haus Böttchergäßchen
Charta 77. Ein Protest und seine Wirkung Gespräch in der Ausstellung „Charta 77 Story“ Teilnehmende: Zuzana Brikcius (Kuratorin, Wien), Karol Sidon (tschechischer Landesoberrabbiner, Prag), Rainer Müller (Historiker und Bürgerrechtler, Leipzig), Lutz Rathenow (Sächsischer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Dresden), Dr. Marianne Zepp (ehemalige Referentin für Zeitgeschichte, Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin), Moderation: Stefan Nölke (MDR Kultur). Ab 16:30 Uhr Führung mit Zuzana Brikcius.
Veranstalter: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig | Eintritt: kostenpflichtig, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei | freier Eintritt an jedem 1. Mittwoch im Monat sowie anlässlich des Jubiläums vom 2. bis 9. Oktober

24.9. Dienstag | 19 Uhr Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
„Unerwarteter Nahschuss – Politische Todesopfer und von in der SED-Diktatur bis 1981 hingerichtete Personen” Film und Podiumsgespräch Die Krimi-Serie „SOKO Leipzig“ widmete 2008 eine Folge einem der dunkelsten und wenig bekannten Kapitel der DDR-Geschichte: Unter absoluter Geheimhaltung wurden in einem separaten Teil der ehemaligen Haftanstalt in der Leipziger Südvorstadt in einer zentralen Hinrichtungsstätte ab 1960 alle DDR-Todesurteile vollstreckt. Die bis heute im Original erhaltenen Räume sind Schauplatz eines Verbrechens in der Folge „Unerwarteter Nahschuss“: Die Lehrerin Anna Daum wird erschossen aufgefunden. War es Mord oder Selbstmord? Die SOKO Leipzig vermutet einen Zusammenhang zwischen der Tat und den Todesurteilen, die noch bis 1981 im Verborgenen vollstreckt wurden. Das anschließende Podiumsgespräch bestreiten die „SOKO Leipzig“-Macher gemeinsam mit dem Historiker Prof. Dr. Rainer Eckert (Berlin) und Journalist Holger Kulick (Berlin). Moderation: Rommy Arndt (ntv). Eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts „Stadt der Sterblichen – SdS 19“.
Veranstalter: FUNDUS-Stiftung, Halle (Saale) | Eintritt frei

25.9. Mittwoch | 19 Uhr Promenaden im Hauptbahnhof Leipzig
„Heute vor 30 Jahren“: Erste Montagsdemo auf dem Leipziger Ring Vortrag, Film und Zeitzeugengespräch Beim Friedensgebet am 25. September 1989 betont Pfarrer Christoph Wonneberger in seiner Andacht in der überfüllten Nikolaikirche: „Wir können auf Gewalt verzichten.“ Da danach Polizeiketten die Straßen zum Markt versperren, bewegt sich die Menge zum heutigen Augustusplatz, vereinigt sich mit den in Nebenstraßen Wartenden und demonstriert erstmals auf dem Leipziger Ring. Von dieser Situation offenbar überrascht, greift die Polizei nicht ein. Etwa 5.000 Personen laufen bis zum Richard-Wagner- Platz und kehren dort ohne erkennbaren Anlass um. Die Reihe „Heute vor 30 Jahren: Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“ widmet sich herausragenden Ereignissen des politischen Protestes 1989, die zur Friedlichen Revolution, zum Sturz der SED-Diktatur und zu einem demokratischen Neuanfang führten. Die Demonstration am 25. September 1989 war der Auftakt der kraftvollen und friedlichen Leipziger Montagsdemonstrationen. Am historischen Originalschauplatz, dem Leipziger Hauptbahnhof, sprechen nach einem Vortrag Zeitzeugen über das damalige Geschehen, aber auch dessen Bedeutung für die heutige Gesellschaft miteinander und mit dem Publikum.
Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, Promenaden Hauptbahnhof Leipzig | Eintritt frei

26. und 27.9. Donnerstag + Freitag | jeweils ab 10 Uhr Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Bildung in Demokratie und Diktatur – Bilanz und Perspektiven 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution XXIII. Theodor-Litt-Symposium Mit der Deutschen Einheit stand Deutschland vor der Aufgabe, die neuen Bundesländer in die föderale Bildungslandschaft der Bundesrepublik zu integrieren. 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution stellt sich die Frage, wie Demokratieerziehung und -bildung vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit der NS- und der SED-Diktatur sowie den Herausforderungen unserer Zeit (u. a. mangelndes Wissen über die DDR-Geschichte, die rasant fortschreitende Globalisierung und Digitalisierung, das Erstarken autoritärer Einstellungen, Vertrauensverluste in etablierte Parteien) ausgestaltet werden muss. Die Deutsche Gesellschaft e. V. möchte sich mit dem Symposium an der aktuellen Debatte beteiligen. Um Anmeldung bis zum 25. September wird gebeten an Dr. Heike Tuchscheerer, Leiterin der Abteilung Politik und Geschichte der Deutschen Gesellschaft e. V., E-Mail: heike.tuchscheerer@deutsche-gesellschaft-ev.de, Tel.: 030 88412-254.
Veranstalter: Bildungswerk Sachsen der Deutschen Gesellschaft e. V., Deutsche Gesellschaft e. V., Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig, Stadt Leipzig, Theodor-Litt-Gesellschaft e. V., Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Zentrum für Lehrerbildung und Schulforschung (ZLS) der Universität Leipzig | Eintritt frei

30.9. Montag | 20 Uhr Goerdeler-Denkmal am Neuen Rathaus
Eröffnung Lichtraum 5 

1. bis 9.10.: Dienstag–Mittwoch | 10–22 Uhr Hauptbahnhof, Osthalle
„Leipzig – Berlin“. Von der Freiheit zur Einheit. Licht- und Toninstallation von Philippe Morvan (Lyon) Der Künstler Philippe Morvan aus Leipzigs Partnerstadt Lyon zeigt in den Promenaden Hauptbahnhof seine Licht- und Toninstallation „Leipzig-Berlin“, in deren Zentrum rund 1.000 Retro-Taschenlampen spannende Lichteffekte erzeugen. Der Titel ist sinnbildlich: Das Projekt ist dem Jubiläum 30 Jahre Friedliche Revolution gewidmet und hat deswegen Premiere in Leipzig, bevor es im Anschluss in Berlin zu sehen sein wird. Dort nimmt es Bezug auf 30 Jahre Mauerfall. „Leipzig – Berlin“ zeichnet so buchstäblich den Weg von der Freiheit zur Einheit nach. In der Installation sind rund 1.000 Vintage-Taschenlampen in drei Metern Höhe kreisförmig montiert. Audiocollagen ergänzen die Lichteffekte. Jede Lampe steht symbolisch für einen Menschen. Durch die Anordnung entsteht ein begehbarer Bereich – ein symbolischer „Runder Tisch“. Die Menschen sind eingeladen, in den Kreis zu treten und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Veranstalter: Stadt Lyon, Referat Internationale Zusammenarbeit der Stadt Leipzig, ECE Promenaden Hauptbahnhof, Institut français, Leipzig mit freundlicher Unterstützung von DHL Hub Leipzig GmbH | Eintritt frei

1.10. Dienstag | 18:30 Uhr Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
„Glaube, Freiheit, Revolution. Die Nikolaikirche 1989 und heute“
Film und Gespräch Die Nikolaikirche im Zentrum Leipzigs ist eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt und gehört mit ihrem Doppelturm zu den markanten Punkten der Messestadt- Skyline. Nun erhält sie eine neue Glocke und die Glockenstühle werden renoviert, damit pünktlich am 9. Oktober 2019 der 30. Jahrestag der friedlichen Revolution eingeläutet werden kann. Der Dokumentarfilm (D 2019, 45 Min, Regie: Christian Schulz) erkundet die Geschichte der Nikolaikirche, insbesondere ihre große Bedeutung 1989, und begleitet die Vorbereitungen auf das Jubiläum. Mit Gesine Oltmanns (Stiftung Friedliche Revolution), Friedrich Magirius (ehem. Pfarrer an der Nikolaikirche) und Pfarrer Bernhard Stief (Nikolaikirche). Moderation: Thomas Bille (MDR). In Kooperation mit dem Mitteldeutschen Rundfunk.
Veranstalter: Zeitgeschichtliches Forum Leipzig | Eintritt frei

1. und 8.10.: Dienstag | jeweils 9–10:30 Uhr | Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig
Mit Spruchbändern zur Freiheit Zeitzeugengespräch für Schülerinnen und Schüler Robert Schleif, Jahrgang 1970, berichtet von seiner Kindheit als stolzer Pionier. Doch als Jugendlicher in der DDR beginnt er, mit dem System zu hadern. Im Herbst 1989 fertigt er zusammen mit seinem Vater Transparente an und nimmt an den ersten Demonstrationen teil. Im Gespräch berichtet er von seinen Ängsten und Hoffnungen im Herbst 1989. Veranstaltung für Schulklassen ab Klasse 9. Um Anmeldung wird gebeten an schulmuseum@leipzig.de, Tel. 0341 123-1144
Veranstalter: Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig | Eintritt frei

2.10. Mittwoch | 17 Uhr Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig (BStU)
An den Pontischen Hängen von Lebus Ausstellungseröffnung Die Künstler Edith Tar und Radjo Monk stellen persönlich ihr Ausstellungs- und Zeitzeugenprojekt vor, das intermedial die Dramatik der Ereignisse im Herbst ’89 aufgreift.
Veranstalter: Edith Tar und Radjo Monk, Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig (BStU) I Eintritt frei

2. bis 13.10.: Mittwoch bis Sonntag
„Sounds of ’89. Ein Klangkalender“ „Sounds of ´89“, eine Kooperation des Magazins Zonic und des Kulturzentrums naTo e.V., liefert den Soundtrack der revolutionären Veränderungen von 1989. Die Erkundung des Klangkalenders 1989 beginnt Anfang Oktober und streckt sich als Konzert-, Film- und Diskussionsreihe bis zum Jahresende. Dabei geht es vom Rave in der Sowjetunion bis zu Karel Gotts Einmischung in die tschechoslowakische Velvet Revolution, um Kirche und Opposition in der DDR, Laibachs Vorahnung des Krieges, 1989 als Höhepunkt bulgarischer Rockmusik, die Reggae-Siegesfeier der Solidarność als Anti-Apartheid- Solidaritätsgeste oder Heiner Müller beim ersten Konzert der Einstürzenden Neubauten in der DDR. Programm (Ausschnitt): 2.10. | 19 Uhr | Galerie KUB Vernissage „Sounds of ’89. Ein Klangkalender“ 3.10. | 20 Uhr | Galerie KUB Film / Talk „Rock’n’Roll“ (BG, 2019, R: Borislav Kolev) Letzte Generation Balkanton: Rock und Politik in Bulgarien 1989 6.10. | 20 Uhr | Galerie KUB „Der letzte Pogo vorm Altar – Kirche, Musik und Opposition in der DDR 1989“ Talk mit Dirk Moldt (Ex-Kirche von Unten, Berlin), Johannes Brock (Dresden) und Connie Mareth (Leipzig).
Moderation: Henryk Gericke (too much future / Berlin) 10.10. | 20 Uhr | Institut für Zukunft „Era of Dance“ (LT / RUS, 2017, R: Viktors Buda) Zur Geburt des (Post) Soviet Rave aus dem Post Punk im Baltikum | Film / Talk / Party mit DJ Raul Saaremets (Röövel Ööbik / Tallinn, EST) 13.10. | 20 Uhr | Galerie KUB Messitsch Radio Show presents: Parocktikum 1989 | Finissage: Live-Radio-Show / Talk mit Spezialgast Lutz Schramm (Ex-DT64, Berlin), Moderation: Christoph Heinemann (Ex-Die Zucht / Die Art, Leipzig)
Weitere Termine: www.nato-leipzig.de Veranstalter: naTo e.V. und Zonic | kostenpflichtig

2.10. Mittwoch | 19 Uhr Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
„Heute vor 30 Jahren“: 20.000 Demonstranten auf dem Ring – Die Montagsdemos werden zur Massenbewegung Vortrag, Film und Zeitzeugengespräch Im Sommer 1989 verlassen Zehntausende die DDR über Ungarn, Polen und die ČSSR in Richtung Westen, sodass am 3. Oktober 1989 die Grenzen endgültig geschlossen werden. Die Massenflucht veranlasst zunehmend mehr Menschen, ihren Protest auch im Land offen zu artikulieren. Wegen des großen Andrangs findet das Friedensgebet am 2. Oktober 1989 erstmals auch in der Reformierten Kirche statt. Am Abend formiert sich auf dem heutigen Augustusplatz der bis dahin größte Demonstrationszug. Bis zu 20 000 Menschen demonstrieren friedlich auf dem Ring. Die Sicherheitskräfte versuchen den Zug durch eine Sperrkette in Höhe der Reformierten Kirche zu blockieren. Dem Druck der Masse halten die Volkspolizisten nicht stand, sodass Tausende bis zur Thomaskirche laufen. Dort greift die Polizei erneut ein, erstmals in Sonderausrüstung mit Helm, Schild und Schlagstock sowie mit Hunden. Die SED rechtfertigt den bisher brutalsten Einsatz in Leipzig und diffamiert die Demonstranten in der Leipziger Volkszeitung als Rowdys. Die Veranstaltungsreihe „Heute vor 30 Jahren: Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“ widmet sich herausragenden Ereignissen des politischen Protestes 1989, die zur Friedlichen Revolution, zum Sturz der SEDDiktatur und zu einem demokratischen Neuanfang führten. Nach einem Vortrag zu den Ereignissen und deren Hintergründen sowie der Vorführung von zeitgenössischen Filmaufnahmen kommen Zeitzeugen über das damalige Geschehen, aber auch dessen Bedeutung für die heutige Gesellschaft miteinander und mit dem Publikum ins Gespräch.
Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
Eintritt frei

2.10. + 7.10.: Mittwoch + Montag | jeweils 9–10:30 Uhr Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig
Ralph Grüneberger: „Herbstjahr“ Lesung mit Gespräch für Schülerinnen und Schüler Im Roman „Herbstjahr“ gerät der Funktionärssohn Jesse im Herbst 1989 in eine der ersten großen Leipziger Montagsdemonstrationen. Die Polizeigewalt, die ihm widerfährt, wirft den jungen Arbeiter aus seiner gewohnten Bahn. Als ein Streit mit seinem linientreuen Vater eskaliert, dient ihm die verlassene Wohnung eines Freundes als Unterschlupf. Auf der Suche nach Orientierung schließt sich Jesse dem Neuen Forum an und lernt dort die Studentin Katja kennen. Mit ihr erlebt er den 9. Oktober, den entscheidenden Tag der Friedlichen Revolution. Veranstaltung für Schulklassen ab Klasse 9. Um Anmeldung wird gebeten an schulmuseum@leipzig.de | Tel. 0341 123-1144.
Veranstalter: Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig | Eintritt frei

3.10. bis 8.10.: Donnerstag bis Dienstag | 19:15–21 Uhr Gelände der ehemaligen Stasi-Zentrale zwischen Dittrichring und Großer Fleischergasse
Herbstkino am Matthäikirchhof – Ein Projekt des Arbeitskreises „Forum für Freiheit und Bürgerrechte“ Filmwoche Beim Herbstkino am Matthäikirchhof werden auf dem Gelände der ehemaligen Leipziger Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Filme gezeigt, die sich mit der SEDDiktatur in der DDR, der Friedlichen Revolution und der Deutschen Einheit sowie dem nachfolgenden Transformationsprozess befassen. Das konkrete Programm finden Sie unter www.herbst89.de. Bei schlechtem Wetter finden die Veranstaltungen im ehemaligen Stasi-Kinosaal statt. Die Stadt Leipzig unterstützt dieses Projekt im Rahmen des Förderprogramms „Bürgerschaftliches Engagement“ anlässlich des 30. Jahrestages der Friedlichen Revolution 9. Oktober 2019.
Veranstalter: Arbeitskreis „Forum für Freiheit und Bürgerrechte“ (Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V., Bürgerkomitee Leipzig e.V., Träger der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig (BStU), Schulmuseum Leipzig – Werkstatt für Schulgeschichte, Stiftung Friedliche Revolution)

5.10. Samstag | 16 Uhr Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
MUSEUMSFEST Anlässlich des 30. Jahrestages der Friedlichen Revolution und des 20-jährigen Bestehens des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig. 16 Uhr Laternen basteln für das Lichtfest mit Kawi Kids 17:30 Uhr „Die TurbineShow“ mit der Theaterturbine 19 Uhr „Ich musste raus – Wege aus der DDR“ Lesung und Musik mit Schauspieler Ludwig Blochberger und Schlagzeuger Stefan Weinzierl Gespräch zwischen DDR-Bürgerrechtler Uwe Schwabe („Wir bleiben hier!“) und Buchautor Constantin Hoffmann (1981 Ausreise in die Bundesrepublik) 21 Uhr „30 Jahre Mauerfall. Hits aus Ost und West“ Konzert mit Studierenden der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig unter der Leitung von Prof. Evelyn Fischer Zeitgeschichtliches Forum Leipzig | Eintritt frei

5.10. bis 8.10.: Samstag bis Dienstag
REVOLUTIONALE 2019: Festival für Veränderung/ Festival for Change Kunstfestival Aufrüttelnde Performances, Installationen, Lesungen und Aktionen prägen das künstlerische Gesicht der REVOLUTIONALE 2019. Programm: 5.10. | 19 Uhr | FREI_RAUM-Pavillon auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz: Eröffnung 6. + 7. + 8.10. | 10–20 Uhr | ehemaliges Karstadt-Kaufhaus: Interaktive Kunstaktionen Die REVOLUTIONALE 2019 steht unter der Schirmherrschaft des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer. Gefördert durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien, die Bundeszentrale für politische Bildung, das Kulturamt der Stadt Leipzig und in Kooperation mit dem Freistaat Sachsen.
Veranstalter: Stiftung Friedliche Revolution | Eintritt frei

6.10. bis 9.10.: Sonntag bis Mittwoch Gewandhaus zu Leipzig
REVOLUTIONALE 2019: Internationaler Runder Tisch Zur REVOLUTIONALE 2019 versammelt der Internationale Runde Tisch im Gewandhaus zu Leipzig Vertreter* innen von Freiheits- und Bürgerrechtsorganisationen aus 25 Ländern, unter ihnen Schriftsteller*innen, Journalist*innen, Politiker*innen, Aktivist*innen und Expert*innen. Globale Probleme und Themen wie Klimawandel, Populismus und Nationalismus oder die Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit in vielen Ländern erfordern jetzt die Vernetzung aller demokratischen Kräfte. Der Austausch über mögliche gemeinsame Handlungsfelder mündet in konkreten gemeinsamen Schritten und Aktionen. Programm: 6.10. | 18 Uhr | Gewandhaus zu Leipzig Eröffnung / öffentliches Welcome der Gäste 7. + 8.10. | 14 + 17 Uhr | Gewandhaus zu Leipzig öffentliche Plenen und Podiumsdiskussionen 9.10. | 14 Uhr | Revolutionale Office (ehemaliges Karstadt-Kaufhaus) Abschlussabend Gefördert durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien und in Kooperation mit dem Freistaat Sachsen.
Veranstalter: Stiftung Friedliche Revolution | Eintritt frei

6.10. Sonntag | 19:30 Uhr | Gewandhaus zu Leipzig
REVOLUTIONALE 2019: „Banda Internationale“ trifft „Klänge der Hoffnung“ Orchester-Konzert u. a. mit Banda Internationale (Dresden) und Musikern des Projekts „Klänge der Hoffnung“ aus Leipzig. Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Leipzig und im Rahmen des Landesprogramms Integrative Maßnahmen.
Veranstalter: Stiftung Friedliche Revolution | Eintritt frei

7.10. Montag | 20 Uhr Schillerpark / Lenné-Anlage
Eröffnung Lichtraum 6 

7.10. Montag | 17 Uhr Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
„Heute vor 30 Jahren“: Landesweite Proteste gegen das Regime am 40. Jahrestag der DDR Vortrag, Film und Zeitzeugengespräch Obwohl sich die DDR in einer existenziellen Krise befindet, bereitet die SED das 40-jährige Staatsjubiläum mit großem propagandistischen Aufwand vor. Zeitgleich wird der Protest lauter. Auch in Leipzig steht der 7. Oktober 1989 im Zeichen von offiziellen Jubelfeiern und offenem Protest der Bevölkerung. Auch wenn die Nikolaikirche an diesem Tag geschlossen ist, versammeln sich, ohne dass dazu aufgerufen wurde, seit den Vormittagsstunden immer wieder Menschen auf dem Nikolaikirchhof und versuchen, auf dem Ring zu demonstrieren. Die Menschenmenge wächst zeitweise auf über 4.000 Personen an. Wie in vielen anderen Städten werden an diesem Tag auch in Leipzig Demonstrationen gewaltsam aufgelöst. Die Polizei setzt Schlagstöcke sowie Hunde und erstmals auch Wasserwerfer ein – für die Bürger ein bis dahin unbekanntes Bild. Es gibt zahlreiche Verletzte und Festnahmen. Allein in Leipzig werden 210 Personen unter menschenunwürdigen Bedingungen teilweise länger als 24 Stunden in Pferdeställen auf dem Agra-Gelände in Markkleeberg eingesperrt. Um den „Spuk ein für alle mal [zu] beenden“ droht das SED-Regime am darauffolgenden Montag mit dem Einsatz von Schusswaffen. Am 9. Oktober 1989 gehen trotz großer Ängste weit über 70.000 Bürger auf die Straße und erringen mit dem friedlichen Verlauf einen entscheidenden Sieg über das Regime. Die Veranstaltungsreihe „Heute vor 30 Jahren: Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“ widmet sich herausragenden Ereignissen des politischen Protestes 1989, die zur Friedlichen Revolution, zum Sturz der SED-Diktatur und zu einem demokratischen Neuanfang führten. Nach einem Vortrag zu den Ereignissen sowie der Vorführung von Original- Filmaufnahmen kommen Zeitzeugen zum damaligen Geschehen, aber auch dessen Bedeutung für die heutige Gesellschaft miteinander und mit dem Publikum ins Gespräch.
Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
Eintritt frei

7.10. + 14.10. + 21.10. + 28.10.: Montag | jeweils 15–18 Uhr Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig
Offenes Zeitzeugen-Studio Erinnerungen an Schule im Wandel nach 1990 Die ehemalige Einheitsschule der DDR erfuhr nach 1989/90 im neugegründeten Freistaat Sachsen einen tiefgreifenden Umwandlungsprozess, der viele Lebensläufe bis heute prägt. Das Schulmuseum Leipzig möchte dieses bildungsgeschichtlich wichtige Thema zum Gegenstand einer Ausstellung machen. Welche unterschiedlichen Erfahrungen und Erinnerungen können Sie als Zeitzeuge – (ehemalige) Lehrer, Erzieher, Schüler, Eltern, Mitarbeiter der Schulverwaltung u.ä. – mit uns teilen? Wir laden Sie zu einer Tasse Kaffee in das offene Zeitzeugen- Studio ein und freuen uns mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.
Veranstalter: Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig | Eintritt frei

8.10. Dienstag | 18–20:30 Uhr | Historisches Seminar der Universität Leipzig
Geschichte im Gespräch: Die Friedliche Revolution Vorträge und Diskussion Die Lehreinheit Geschichtsdidaktik am Historischen Seminar lädt zur Vortragsreihe „Geschichte im Gespräch“ ein und präsentiert ihre aktuellen Forschungen: Sören Zöger stellt „Graffiti als Begleiterscheinung der Friedlichen Revolution“ vor und geht auf Ergebnisse seiner empirischen Untersuchung dazu ein. Dr. Frank Britsche spricht über „Leipzig als Stadt der Friedlichen Revolution“ und thematisiert den öffentlichen Umgang mit den Herbstereignissen von 1989 in der Messestadt im Rückblick der vergangenen 30 Jahre. Prof. Dr. Alfons Kenkmann leitet die anschließende Diskussion. Die Veranstaltung findet im Geisteswissenschaftlichen Zentrum der Universität Leipzig, Beethovenstr. 15, Hörsaal 2010 statt.
Veranstalter: Universität Leipzig | Eintritt frei

8.10. Dienstag | 19 Uhr Soziokulturelles Zentrum
Frauenkultur Leipzig Frauen ’89 und Künstlerinnen 2019 Kunstwettbewerb Anlässlich des Jubiläums „30 Jahre Friedlicher Revolution“ stellt der Kunstwettbewerb des Soziokulturellen Zentrums Frauenkultur die historische Dimension der Aktivitäten von Frauen 1989 in den Mittelpunkt. Unter dem Thema „Frauen ’89 und Künstlerinnen 2019“ geht es um das Verweben von Original-Zitaten von Frauen, die 1989 gesagt, gedacht und geschrieben wurden – um sie mit künstlerischen Mitteln in einen aktuellen Bezug zu transformieren – in Kunstwerke, die heute von Künstlerinnen und Künstlern gedacht und geschaffen werden. Denn dass die Friedliche Revolution besonders mit Gesichtern verbunden wird, die überwiegend männlich sind, ist letztendlich eine Fehl-Darstellung, die der Geschichte von damals insgesamt wie auch der Geschichte von politisch aktiven Frauen nicht gerecht wird. Musikalische Eröffnung: Ingeborg Freytag, Violine. Veranstalter: Soziokulturelles Zentrum Frauenkultur Leipzig Eintritt frei

8.10. Dienstag | 19 Uhr Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
„Novembertage – Stimmen und Wege“ Film und Gespräch Die Fernsehbilder vom Fall der Berliner Mauer inspirierten den deutsch-französischen Filmemacher Marcel Ophüls: Er reiste im Jahr darauf nach Berlin, um Zeitzeugen, vom einfachen Mann auf der Straße bis hin zum ehemaligen DDR-Staatsratsvorsitzenden Egon Krenz, zu interviewen. Ihre Antworten kombinierte Ophüls in teils komödiantischer Weise mit Nachrichtenfilmen, Berliner Straßenszenen und Filmausschnitten aus „Der blaue Engel“ und „Cabaret“ in seinem Dokumentarfilm „Novembertage – Stimmen und Wege“ (Deutschland, Großbritannien 1990). Mit Ralph Eue (Filmpublizist, Programmchef DOK Leipzig) und Dr. Andreas Kötzing (Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V. an der Universität Dresden). In Kooperation mit dem Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm.
Veranstalter: Zeitgeschichtliches Forum Leipzig | Eintritt frei

ab 10.10. Donnerstag | 18–24 Uhr Gelände der ehemaligen Stasi-Zentrale zwischen Dittrichring und Großer Fleischergasse
„HORCHTURM an der OHRENBURG“ Lichtprojekt Der Treppenturm des Neubaus der Leipziger Stasi- Zentrale mit seiner an Ohren erinnernden Verkleidung wird zwischen 18 und 24 Uhr erleuchtet. Diese Lichtinstallation erinnert mit dem von weitem sichtbaren blauen Licht im Treppenhaus des Stasi-Gebäudes an den friedlichen Sturz der SED-Diktatur, die Wiedererlangung von Freiheit und demokratischem Rechtsstaat sowie der Deutschen Einheit. Als optische Landmarke wird die Lichtfarbe weithin sichtbar sein und die Dimension des gesamten Stasikomplexes eindrucksvoll symbolisieren. Zentrale Forderungen der Friedlichen Revolution werden an den Fassaden des Gebäudeensembles gezeigt und so die Aktualität für Gegenwart und Zukunft verdeutlicht. Dieses Projekt wird an den historischen Daten der ab dem Herbst ’89 regelmäßig stattfindenden Monatsdemonstrationen wiederholt bis zur ersten freien Volkskammerwahl am 18. März 1990.
Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
Eintritt frei

11.10. Freitag | 10–18 Uhr Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
„1989–2019: Hoffnungen, Lebenswirklichkeit Perspektiven“ Öffentliches Symposion Das Jahr 1989 ist vielen Zeitgenossen als eine Phase des gesellschaftlichen Aufbruchs und großer Euphorie in Erinnerung. Friedliche Revolution und Wiedervereinigung waren mit der Hoffnung auf eine freie und offene Gesellschaft, Wohlstand und ein geeintes Deutschland verbunden. Neue Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten eröffneten sich. Doch 30 Jahre später ist von der anfänglichen Aufbruchsstimmung wenig zu spüren. Obwohl die große Mehrheit in Ostdeutschland ihre persönliche Situation insgesamt positiv beurteilt und die Wiedervereinigung generell als Gewinn betrachtet, nimmt hier die Distanz zur parlamentarischen Demokratie zu, fühlen sich viele abgehängt und hadern mit der politischen Situation. Was sind die Ursachen dieser Entwicklung? Wie viel trägt das Erbe der DDR dazu bei und welchen Einfluss haben die Erfahrungen des Transformationsprozesses? Ausgehend von zentralen Forderungen aus den Jahren 1989 und 1990 versucht das Symposion, Mosaiksteine zu einem noch ausstehenden Gesamtbild zusammenzutragen. Mit Dr. Oliver Decker (Sozialpsychologe, Soziologe, Direktor des Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung an der Universität Leipzig), Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk (Historiker, Berlin), Dr. Maria Nooke (Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur in der DDR), Dr. Marcus Böick (Historiker und Politikwissenschaftler, Akademischer Rat an der Ruhr-Universität Bochum), Katrin Rohnstock (Publizistin, Autorin und Gründerin der Firma Rohnstock Biografien), Markus Decker (Journalist, Mitteldeutsche Zeitung und RND), Prof. Dr. Raj Kollmorgen (Professor für Soziologie/Management sozialen Wandels an der Hochschule Zittau/Görlitz) und weiteren Gästen. Um Anmeldung wird per Mail: besucherdienst-leipzig@ hdg.de oder telefonisch unter 0341 2220-400 gebeten.
Veranstalter: Zeitgeschichtliches Forum Leipzig in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung | Eintritt frei

11.10. Freitag | 19:30 Uhr Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Gerhard Schöne Konzert Konzert anlässlich des 20jährigen Bestehens des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig
Veranstalter: Zeitgeschichtliches Forum Leipzig in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung | Eintritt frei

13.10. Sonntag | 11:30 Uhr | Passage Kinos
Jan Hřebejk: „Učitelka“ („Die Lehrerin“) Film im Rahmen der Ausstellung „Charta 77 Story“ Bratislava, 1983: Eine Lehrerin mit hohen Verbindungen zur kommunistischen Partei terrorisiert Schüler wie Eltern, die sich entscheiden müssen, wie sie sich verhalten. (SVK / CZ 2016, OmdU) Freier Eintritt in die Ausstellung „Charta 77 Story“ mit dem Kinoticket.
Veranstalter: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Eintritt: kostenpflichtig

15.10. Dienstag | 19 Uhr | Alte Handelsbörse
„Geschichte und Zukunft der Verfolgtenverbände in der kommunistischen Diktatur SBZ/DDR“ Diskussion Im Jahr des 30. Jubiläums der Friedlichen Revolution soll auch die Arbeit der Verfolgtenverbände der Opfer von kommunistischer Gewaltherrschaft thematisiert werden. Einen Impulsvortrag hält Jörg Siegmund (Akademie für politische Bildung Tutzing). Lutz Rathenow (Sächsischer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur), Prof. Dr. Barbara Zehnpfennig von der Universität Passau und Hugo Diederich, Bundesgeschäftsführer der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS), diskutieren im Anschluss über die Entwicklungen der Verbände.
Veranstalter: Archiv Bürgerbewegung Leipzig, Sächsischer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur | Eintritt frei

16.10. bis 20.10.: Mittwoch bis Sonntag Kinobar Prager Frühling
Filmtage zum Thema „Migrant*innen in der DDR“ Bis 1989 lebten etwa 191 000 MigrantInnen in der DDR. Sie wurden ebenso wie die BürgerInnen mit den politischen Veränderungen der Friedlichen Revolution und der turbulenten Wende- und Nachwendezeit konfrontiert. Die Filmtage beschäftigen sich dem Leben der Migranten der untergegangenen DDR. In fünf Dokumentarfilmen wird beispielhaft ihr Leben in der DDR und im späteren Gesamtdeutschland gezeigt. Die Stadt Leipzig unterstützt dieses Projekt im Rahmen des Förderprogramms „Bürger- schaftliches Engagement“ anlässlich des 30. Jahrestages der Friedlichen Revolution 9. Oktober 2019. Programm: 16.10. | 18 Uhr „Bonne Nuit Papa“ (D 2015) Dokumentarfilm von Marina Kem 17.10. | 18 Uhr „Omulaule“ (D 2003) Dokumentarfilm von Beatrice Möller, Nicola Hens, Susanne Radelhof 19.10. | 18:30 Uhr „Madgermanes“ (D 2014) Dokumentarfilm von Malte Wandel 20.10. | 17 Uhr „Comrade, where are you today?” (D, FIN 2016) Dokumentarfilm von Kirsi Marie Liimatainen.
Veranstalter: Gesellschaft für Völkerverständigung e. V. Leipzig, Kinobar Prager Frühling | Eintritt: kostenpflichtig

17.10. Donnerstag | 19 Uhr Soziokulturelles Zentrum Frauenkultur Leipzig
Intersektion Klasse und Geschlecht ...am Beispiel von Interventionen in den feministischen Mainstream der 1980er und 1990er Jahre Vortrag und Diskussion Tanja Abou, Bildungsreferentin bei Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V. Berlin, stellt in ihrem Vortrag verschiedene Formen der Selbstorganisation nicht-bürgerlicher Feministinnen und Feministen in der „Frauenbewegung“ in den 1980er / 1990-er Jahren in DDR und BRD vor. Sie zeigt auf, wie Mehrfachzugehörigkeit(en) sich verschränken und Ausschlüsse verstärken können.
Veranstalter: Soziokulturelles Zentrum Frauenkultur Leipzig
Eintritt frei

18.10. Freitag | 18 Uhr | Kinobar Prager Frühling
INS ABWESENDE MÜSSEN DIE SÄTZE Gespräch und Film 1979 erschien Wolfgang Hilbigs Debüt „abwesenheit“. Karl Corino, Hilbigs Entdecker im Westen, verstand die Gedichte als „Beiseitesteh’n im Gleichschritt, Schweigen im Widerhall der Parolen“. Der Umbruch 1989 wurde durch solche maßstabsetzenden Bücher vorbereitet. Mit Katja Lange-Müller (Berlin), Karl Corino (Tübingen), Wilhelm Bartsch (Halle; Moderation) und Frieder W. Bergner (Weimar; Musik). Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft e. V. | Eintritt kostenpflichtig

21.10. Montag | 12–1 Uhr Werk 2
Leuchtfeuer Leipzig – Gastronomie gegen Rassismus Konferenz und Party Gastronomie gegen Rassismus: eine Branche, Hand in Hand, laut und deutlich gegen jedwede Form von Diskriminierung! Im Rahmen der Konferenz „Leuchtfeuer Leipzig – Gastronomie gegen Rassismus“ werden Gastronomen für die Thematik sensibilisiert und geschult. Abends wird mittels einer fulminanten Party gemeinsam ein klares Zeichen für ein respektvolles Miteinander und eine weltoffene, tolerante Gesellschaft gesetzt.
Die Stadt Leipzig unterstützt dieses Projekt im Rahmen des Förderprogramms „Bürgerschaftliches Engagement“ anlässlich des 30. Jahrestages der Friedlichen Revolution 9. Oktober 2019. Gastronomie gegen Rassismus e. V. | Der Eintritt wird an der Abendkasse sowie online erwürfelt.

22.10. Dienstag | 19 Uhr Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Wissenschaftskino: „Als wir träumten“ Film und Gespräch Leipzig in den frühen 1990er Jahren: Die DDR ist Geschichte, die Bundesrepublik noch nicht Gegenwart. Ein Zwischenzustand voller Verunsicherung und Gewalt, voller Träume und Aufbrüche. Aus Sicht der fünf Jugendlichen Dani, Rico, Mark, Paul und Pitbull lotet der Film die gesellschaftlichen Umbrüche nach 1989/90 aus. „Als wir träumten“ (Spielfilm, D 2015, Regie: Andreas Dresen, nach dem Roman von Clemens Meyer) liefert keine Antworten, sondern wirft Fragen auf. Er ist eine Einladung, sich sowohl mit gesellschaftlichen Umbrüchen als auch mit den bis heute bestehenden Nachwirkungen und Nachbildern der DDR zu befassen. Mit Prof. Dr. Dirk van Laak (Historiker, Universität Leipzig) und Dr. Jürgen Reiche (Direktor des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig) sowie Zeitzeugen. In Kooperation mit der Universität Leipzig.
Veranstalter: Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Eintritt frei

22.10. Dienstag | 19:30–21 Uhr Historisches Seminar der Universität Leipzig
1989 in globalen Vergleich: Die DDR und Namibia Vortrag und Gespräch mit Zeitzeugen Die Lehreinheit Geschichtsdidaktik am Historischen Seminar lädt zum zweiten Teil der Vortragsreihe „Geschichte im Gespräch“: Dr. Frank Britsche vergleicht die zeitlichen Parallelereignisse des Jahres 1989 in der DDR und in Namibia. In beiden Staaten gelang durch friedlichen Protest im Epochenjahr 1989 der Weg in die Freiheit. 1990 führte dann der demokratische Aufbruch in der DDR zur Deutschen Einheit, in Namibia zur Unabhängigkeit des Landes. Zeitzeugen sprechen anschließend darüber, wie sie die Ereignisse miterlebten. Die Veranstaltung findet im Geisteswissenschaftlichen Zentrum der Universität Leipzig, Beethovenstr. 15, Raum 4216 statt.
Veranstalter: Universität Leipzig | Eintritt frei

24.10. Donnerstag | 19 Uhr Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
„Guter Osten, böser Osten. Die Debatten – aus der ZEIT im Osten“ Buchvorstellung Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall ist die deutsche Ost-West-Debatte noch nicht beendet. Im Gegenteil: die Entwicklungen der letzten Jahre haben „den Osten“ wieder vermehrt zum gesamtdeutschen Thema gemacht – als vermeintlichen Ort der Wut und nicht ausgetragener Konflikte, aber auch Ort der Avantgarde, wo man weiß, wie sich gesellschaftliche Umbrüche anfühlen. Das Buch „Guter Osten – Böser Osten“ aus der bpb-Reihe Zeitbilder versammelt Texte und Debatten aus der „ZEIT im Osten“ aus den Jahren 2012 bis 2019 und ist ein gemeinsames Projekt von bpb und ZEIT. Mit Patrik Schwarz (Geschäftsführender Redakteur der ZEIT und Herausgeber des Bandes „Guter Osten, Böser Osten“), Sascha Lange (Freier Historiker und Autor) und weiteren Gästen.
Veranstalter: Zeitgeschichtliches Forum in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung und „Die ZEIT“
Eintritt frei

29.10. Dienstag | 13:45 Uhr Berufliches Schulzentrum 1 der Stadt Leipzig
„Wie war das damals im Herbst 1989 und bei der Grenzöffnung?“ Vorführung eines filmischen Schülerprojekts mit anschließendem Podiumsgespräch In einem speziellen Schülerprojekt erarbeiten Berufsschüler einen Film zur Friedlichen Revolution von 1989, bei dem sie der zentralen Fragestellung nachgehen, wie es damals im Herbst 1989 und bei der Grenzöffnung war. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Rolle die Mauer und die innerdeutsche Grenze, aber auch der individuelle und bürgerschaftliche Widerstand, der sich ab Januar 1989 formierte, zur Überwindung der Mauer als innerdeutsche Grenze und damit auch dem „Eisernem Vorhang“ in Europa, spielte. Zur Erarbeitung des Themas besichtigen die Schüler Originalschauplätze der Friedlichen Revolution in Leipzig, arbeiten mit zeitgenössischen Dokumenten und Filmmaterial und führen Gespräche mit Zeitzeugen und Akteuren. Das Projekt wird unterstützt durch die Medienhochschule SAE Institute Leipzig und ist Teil eines größeren Schülerprojektes des Netzwerkes Europäisches Kulturerbe „Eiserner Vorhang“, zu dem die Gedenkstätte seit 2012 gehört. Der Film wird von den Schülern im Beisein von Mitwirkenden vorgeführt. Im anschließenden Gespräch diskutieren sie mit Mitschülern und Lehrern über die Vermittlung von DDR-Geschichte im Unterricht. Um Anmeldung wird gebeten an mail@runde-ecke-leipzig.de | Tel. 0341 9612443.
Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ | Berufliches Schulzentrum 1 der Stadt Leipzig für Wirtschaft und Verwaltung | Eintritt frei

30.10. Mittwoch | 9–11:30 Uhr Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte
Das schweigende Klassenzimmer Film und Diskussion für Schülerinnen und Schülern Bei einem Kinobesuch 1956 in Westberlin sehen die Abiturienten Theo und Kurt in der Wochenschau dramatische Bilder vom Aufstand in Ungarn. Entsetzt von der Gewalt wollen sie ein Zeichen setzen und überzeugen ihre Mitschüler davon, im Unterricht eine Schweigeminute einzulegen. Dieser stille Akt der Rebellion in der noch jungen DDR bleibt nicht ohne Folgen. Wie werden die Jugendlichen mit diesem Druck umgehen? Es geht um eine Entscheidung, die ihr Leben verändert. Der hochgelobte Film von Regisseur Lars Kraume erschien 2018 und basiert auf realen Ereignissen. Veranstaltung für Schulklassen ab Klasse 9. Um Anmeldung wird gebeten an schulmuseum@leipzig.de | Tel. 0341 123-1144.
Veranstalter: Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig | Eintritt frei